Fußball: Metzelder beklagt Wettbewerbsverzerrung

Geschäftsführer Malte Metzelder von Preußen Münster hat eine Wettbewerbsverzerrung in der 3. Fußball-Liga beklagt. „Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass ein für alle gleichbleibender sportlicher Wettbewerb ausgeschlossen werden kann“, sagte Metzelder der „Neuen Westfälischen“ (Donnerstag). Das von vielen Profi-Vereinen eingeführte Training in Kleinstgruppen hält der 37-Jährige für nicht praktikabel, weil man dort „nicht für einen ausreichenden Schutz sorgen“ könne.

09.04.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dass andere bereits trainieren, sei „definitiv ein Wettbewerbsvorteil, da diese Vereine bereits Trainingsreize setzen können und der Tagesablauf eine geregelte Struktur bekommt“, sagte der Bruder von Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder: „Vereine, wie wir es sind, haben stattdessen den gesamten Trainings- und Spielbetrieb in den „Winterschlaf“ versetzen müssen, um die Kosten auf ein Minimum zu reduzieren. Die Aufweichung der Insolvenzregelung seitens des DFB sowie mögliche „Geisterspiele“ werden die Wettbewerbsverzerrung entsprechend abrunden.“

Preußen-Trainer Sascha Hildmann hält Spiele ohne Zuschauer in der 3. Liga für ausgeschlossen. „Wir können keine Geisterspiele spielen“, sagte Hildmann dem Online-Magazin „100ProzentMeinSCP“. Hildmann bezieht sich darauf, dass in diesem Fall Gehälter zu zahlen sind, aber keine Zuschauer-Einnahmen fließen. „Wir sind doch alle in Kurzarbeit, um uns finanziell zu schützen. Wie soll das also gehen?“

Im Falle des für ihn persönlich wahrscheinlichen Saisonabbruchs dürfe es aber keine Absteiger geben. „Das darf nicht passieren“, sagte der 48-Jährige. Preußen Münster belegt nach 27 Spieltagen Rang 18.

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