Schulpreis: Schulen aus Bonn und Essen gehören zu Gewinnern

Im Wettbewerb um den diesjährigen Deutschen Schulpreis sind zwei Schulen in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Als sogenannte Preisträger-Schulen erhalten das Gymnasium Essen Nord-Ost und die Marie-Kahle-Gesamtschule in Bonn jeweils 25 000 Euro, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch bei der Online-Verleihung bekanntgab.

23.09.2020, 02:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

An der Essener Schule, die Kinder aus 60 Nationen besuchen, hatten die Organisatoren unter anderem die vielen Musikensembles gelobt, in denen Rockmusik gespielt wird. Auch das Förderkonzept mit einem „Achtsamkeitstraining“ in den fünften Klassen wurde hervorgehoben. An der Bonner Schule fanden die Juroren unter anderem das reformpädagogische Dalton-Konzept bemerkenswert. Es sieht vor, dass die Schüler in einem Drittel der Lernzeit eigenverantwortlich Aufgaben bearbeiten. Dabei unterstützen sie sich gegenseitig nach dem Buddy-Prinzip - einer hilft dem anderen.

In die Endrunde hatten es 15 Schulen geschafft, darunter fünf aus NRW. Noch drei weitere Schulen in Baden-Württemberg und Niedersachsen wurden als Preisträger-Schulen ausgezeichnet. Der mit 100 000 Euro dotierte Hauptpreis ging an eine Grundschule in Hannover, die Otfried-Preußler-Schule. Die übrigen neun nominierten Schulen erhalten Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5000 Euro. Bundesweit hatten sich in diesem Jahr 81 Schulen beworben.

Mit dem Deutschen Schulpreis zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung in Kooperation mit der ARD und der Zeit Verlagsgruppe jedes Jahr herausragende Schulen und ihre innovativen Schulkonzepte aus. Eine Jury vergleicht dabei bei den Bewerberschulen die sechs Qualitätsbereiche „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ sowie „Schule als lernende Institution“. Der Deutsche Schulpreis wurde erstmals 2006 vergeben.

Ursprünglich war die Preisverleihung für Ende Mai 2020 geplant gewesen. Wegen Corona wurde sie verschoben und fand jetzt online statt.

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