"Freiluft Kultur" begeisterte das Publikum trotz Wetterkapriolen

dzReggae-Musik im Stadtgarten

Kurz vor Konzertbeginn regnete es noch in Strömen, doch beim Hit "Sunshine Reggae" klarte der Himmel auf. Dank eines Stoßgebetes der Veranstalter wurde die Veranstaltung ein voller Erfolg.

Lünen

, 24.08.2020, 10:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine besondere Note hatte das zweite Konzert der neuen Sommerreihe des Kulturbüros der Stadt Lünen. Regelrechte Wetterkapriolen erlebten die rund 100 Gäste am Sonntag (23. August) im Stadtpark bei der "Freiluft Kultur". Vom Regenschauer bis zum Sonnenschein war fast alles dabei. Im Fokus standen bewegende Reggae-Rhythmen und positive musikalische Botschaften, die gute Laune machten.

„Wir haben ein Stoßgebet zum Himmel geschickt. (…) Sie dürfen sich auf jeden Fall auf sonnendurchflutete Musik freuen“, versprach Elisabeth Schlienkamp vom Kulturbüro den erwartungsvollen Gästen und behielt recht. Als der Himmel aufklarte und die siebenköpfige Reggae-Band Riddim of Zion (Unna) mit ihrem "Bob Marley Tribute"-Konzert startete, stieg das Stimmungsbarometer unaufhörlich. Besucher, Musiker, Veranstalter und Sponsoren freuten sich über ein positives Zeichen für die Kultur in der Corona-Zeit.

Erinnerung an Bob Marley

Bob Marley, er verstarb 1981 an Hautkrebs, wäre dieses Jahr 75 geworden und gilt als bedeutendster Vertreter und Mitbegründer der Reggae-Musik. Als unvergänglicher Bestandteil der Musikgeschichte lebt er für viele Fans weiter. Das Gedenk-Konzert bot in der schönen Kulisse des Stadtparks nicht nur einen Querschnitt durch die schönsten und bekanntesten Lieder von Bob Marley, sondern brachte auch andere Reggae-Künstler zu Gehör. So etwa Peter Tosh mit dem Lied „Johnny be goode“ oder Eric Donaldson mit dem Titel „Cherry oh Baby“.

Jetzt lesen

„Sie spielen sauber. Gut, dass wenigstens etwas in Lünen stattfindet“, lobte Martin Raudszus das Konzert. „Jetzt haben sie den Regen weg gespielt. Der Reggae ist zum Teil erholsam und beruhigt die Seele“, meinte der Zuhörer Knut Thamm. Nach der Pause setzte die Band dem Jamaikaner Bob Marley musikalisch ein Denkmal. Die Botschaft war angelehnt an das Bob Marleys´ and the Wailers-Album: „Everything´s gonna be alright“ - übersetzt: alles wird gut. „Die Sonne scheint“, sagte Frontmann Mr. Irieman und erntete bei strahlendem Sonnenschein von den begeisterten Gästen Applaus. "Do you feel alright?" (fühlt ihr euch in Ordnung), fragte der Sänger das Publikum. "Yeah!", so die bejahende Antwort. "Bewegt euch auf den Stühlen", ermunterte er die Gäste, die sich locker gaben.

Eindrucksvolle Soli

Die Bandmitglieder konnten auch bei Solodarbietungen ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellen. So etwa die Lüner Sängerin „Caro“, alias Sabine Hoell beim Marley-Lied "Could you be loved". Ob "Stir it up" oder der Titel "I shot the sheriff" - Riddim of Zion nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise, die Generationen und Kulturen miteinander verband. Umjubelte Zugabe war das Lied "No woman no cry", gewidmet all den Damen im Publikum, die sich dabei wohl geschmeichelt fühlten.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Weiterführende Schulen
Wohin nach der 4. Klasse? Lüner Schulen informieren unter Corona-Auflagen