Freibad-Not: Polizei warnt vor Sprüngen in Kanäle und Flüsse

Die Bundespolizei in Dortmund warnt vor lebensgefährlichen Sprüngen von Eisenbahnbrücken in Flüsse oder Kanäle. Anlass: Durch die Corona-Pandemie seien viele Freibäder geschlossen oder nur für wenige Besucher geöffnet. „Deshalb wird es im Ruhrgebiet Menschen geben, die sich nach einer „Alternative“ umschauen und sich vielleicht dazu entscheiden könnten, von Eisenbahnbrücken, zum Beispiel in den Rhein-Herne-Kanal, zu springen“, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit.

24.06.2020, 12:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Junge springt in ein Becken im Freibad. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

Ein Junge springt in ein Becken im Freibad. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

Dies sei verboten und nicht nur durch einen möglichen Aufprall lebensgefährlich: „Gerade beim Sprung von Eisenbahnbrücken kann der Aufenthalt in den Gleisanlagen auf der Brücke tödlich sein. Moderne Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung erst sehr spät wahrgenommen werden.“ Zudem warnte die Bundespolizei vor der lebensgefährlichen Nähe zum Oberleitungsnetz der Bahn.

Müssen Züge eine Notbremsung hinlegen, sei der Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr erfüllt. „Dieser kann mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft werden.“

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