Frauenanteil bei Auszubildenden auf neuem Tiefstand

In der Minderheit waren Frauen im Handwerk schon immer, aber jetzt ist der Frauenanteil bei den Ausbildungsplätzen auf einem neuen Tiefstand. An der Spitze tut sich aber trotzdem was.

08.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Anteil von Frauen bei handwerklichen Ausbildungsplätzen ist im vergangenen Jahr geringer gewesen als je zuvor. Dieser sinke in den letzten Jahren konstant - 2019 dann auf den bisher niedrigsten Wert seit 1998 mit 17 Prozent. Insgesamt habe es rund 80 000 Auszubildende im nordrhein-westfälischen Handwerk im vergangenen Jahr gegeben, teilte die Handwerkskammer NRW auf Anfrage mit. Im Vergleich: rund zehn Jahre zuvor lag der Anteil des weiblichen Nachwuchses im Handwerk bei rund 23 Prozent - also etwa 22 600 von gut 97 000.

Zudem liege vor allem in großen technischen Handwerksberufen der Elektro-, Versorgungs- und Energietechnik der Anteil an Gesellinnen und weiblichen Auszubildenden „hartnäckig unter 5 Prozent“, erklärt ein Sprecher der Handwerkskammer.

In den Führungsebenen der handwerklichen Betriebe waren jedoch den Angaben der Kammer nach im vergangenen Jahr mehr Frauen vertreten als in den Jahren zuvor. Auch hier sind Frauen nach wie vor klar in der Minderheit, aber etwa 40 000 Frauen waren 2019 als Inhaberinnen eines Betriebes tätig und machten somit etwa 21 Prozent aus. Im Jahr 2016 gab es der Statistik zufolge gut 36 000 Unternehmerinnen. Sie machten somit damals etwa 19 Prozent der Führungsebenen aller Betriebe aus. Ältere Angaben zu weiblichen Führungskräften gibt es in der Statistik nicht.

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