Frau soll Partnerin vergewaltigt haben: Opfer fehlt erneut

Vor dem Amtsgericht in Krefeld muss sich eine Frau wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verantworten. Das Opfer soll ihre Ex-Partnerin sein. Doch die fehlte erneut.

20.08.2020, 03:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das mutmaßliche Opfer einer Vergewaltigung durch ihre Lebensgefährtin ist in Krefeld dem Prozess zum zweiten Mal ferngeblieben. Der Richter ordnete daraufhin am Donnerstag an, dass die 35-Jährige beim nächsten Mal von der Polizei vorgeführt wird. Er hatte noch vergeblich versucht, sie telefonisch zu erreichen. Bereits beim ersten Prozesstermin vor einem Jahr hatte die Frau unentschuldigt gefehlt.

Der angeklagten 30-Jährigen wird vorgeworfen, ihre damalige Lebensgefährtin vor drei Jahren in der gemeinsamen Krefelder Wohnung nachts vergewaltigt zu haben. Zuvor soll sich das Paar wiederholt gestritten haben.

Die beiden Frauen hatten sich 2013 ihre Lebenspartnerschaft eintragen lassen. Nach dem nötigen Trennungsjahr war die Partnerschaft im Juni 2019 vom Familiengericht wieder aufgelöst worden. Die Angeklagte wohnt inzwischen in Rheinland-Pfalz.

Der Vorwurf der Vergewaltigung sei haltlos, erklärte ihr Anwalt. Seine Mandantin glaube, die Ex-Partnerin habe die Vergewaltigung auf Druck ihres neuen Freundes erfunden, um die Trennung zu beschleunigen. Die 35-Jährige sei zudem psychisch labil.

Am 21. September soll erneut ein Verhandlungsversuch gestartet werden. „Ich werde da sein“, versicherte die Angeklagte.

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