Forscherin: Junge Leute lernen das Schlendern schätzen

10.04.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Coronakrise hat auch bei Jüngeren neue - und bewegtere - Verabredungsformen populär gemacht. „Statt „Lass uns mal einen Kaffee trinken“ heißt es dann „Lass uns mal spazieren gehen““, sagt die Kulturwissenschaftlerin Prof. Gudrun M. König von der Technischen Universität Dortmund. Sie hat ihre Doktorarbeit über die Kulturgeschichte des Spaziergangs geschrieben. Ihren Angaben nach galt das absichtslose Schlendern bisher als gesundes Vergnügen insbesondere der mittleren und älteren Generation - die ihre Extremsportphase bereits hinter sich hat. Laut König haben sich auch die Tageszeiten verändert. War Spazierengehen unter der Woche tendenziell eine Unternehmung für den Feierabend, sind Menschen nun über den Tag verteilt unterwegs.

Weitere Meldungen