Flüchtlinge in Jugendherbergen: 12,2 Millionen Euro gezahlt

Dem Land Nordrhein-Westfalen sind für die Unterbringung von Flüchtlingen in Jugendherbergen seit Mai Kosten von 12,2 Millionen Euro entstanden. Die durchschnittlichen monatlichen Kosten beliefen sich pro Einrichtung auf etwa 436 000 Euro, heißt es in einem Bericht des Flüchtlingsministeriums an den Landtag.

19.10.2020, 13:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Demnach wurden im Zuge der Corona-Krise Asylsuchende in den Jugendherbergen Biggesee (Olpe), Bielefeld, Ratingen, Bad Honnef, Bonn, Hellenthal und Tecklenburg untergebracht. Die Mietverträge für die Jugendherbergen enden laut Ministerium am 31. Dezember. Bei zwei Jugendherbergen werde derzeit eine Vertragsverlängerung „bis längstens Ende März 2021 geprüft“.

Die zuständigen Behörden hatten in Jugendherbergen unter anderem Flüchtlinge untergebracht, die zu Risikogruppen gehören - und in Sammelunterkünften eventuell gefährdet wären. Wie aus der Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD hervor geht, lebten zum Stichtag 30. Juni 621 Asylsuchende in den besagten sieben Jugendherbergen.

Von den 65 Jugendherbergen im Land sind außer den zu Flüchtlingsheimen umfunktionierten Häusern laut Ministerium 35 wieder normal geöffnet. „Damit stehen im Verhältnis zu den vorliegenden Buchungen ausreichend Kapazitäten zur Verfügung.“

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