Flucht aus Psychiatrie: SPD beantragt Sondersitzung

Nach der Flucht zweier Straftäter aus der Psychiatrie in Bedburg-Hau hat die SPD im Landtag eine Sondersitzung beantragt. Als Termin für die außerplanmäßige Sitzung des Gesundheitsausschusses schlug die Fraktion diesen Freitag (29. Mai) vor, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben der SPD-Fraktion hervorgeht.

28.05.2020, 11:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Zaun mit Stacheldraht steht in Bedburg-Hau vor der forensischen Abteilungen der LVR-Klinik. Foto: picture alliance / Oliver Berg/dpa/Archivbild

Ein Zaun mit Stacheldraht steht in Bedburg-Hau vor der forensischen Abteilungen der LVR-Klinik. Foto: picture alliance / Oliver Berg/dpa/Archivbild

In Bedburg-Hau hatten den bisherigen Ermittlungen zufolge am vergangenen Montag zwei Insassen einen Pfleger mit einem Messer als Geisel genommen und so erzwungen, dass sie die Forensik verlassen konnten. Das Messer sei ihnen in der Klinik für den Eigenbedarf ausgehändigt worden.

Bei Aachen waren die 37 und 43 Jahre alten Männer dann am Dienstag von der Polizei aufgespürt worden. Als der 37-Jährige den Ermittlern zufolge eine Frau mit einem Messer bedrohte, erschoss ihn die Polizei.

Der 37-Jährige hatte wegen schweren Raubes drei Jahre und acht Monate Haft erhalten. Der 43-Jährige war wegen besonders schweren Raubes zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Wegen Suchtproblemen waren die Männer zur Entziehung im sogenannten Maßregelvollzug untergebracht.

In der Forensik in Bedburg-Hau sind nach Angaben des Landschaftverbands Rheinland 416 Patienten im Maßregelvollzug - auf eigentlich nur 382 Plätzen.

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