Premiere nach Pause: Erstes Konzert im Flöz K begeistert Musiker und Besucher

dzVeranstaltung in Werne

Erstes Konzert nach der Corona-Pause: Mit dem Auftritt der beiden Musiker Timo Schmidt und Flo Grell kehrten die Verantwortlichen des Flöz K erfolgreich aus der corona-bedingten Pause zurück.

Werne

, 09.08.2020, 16:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den ehrenamtlich geführten Verein des Flöz K war es die Gelegenheit, sich wieder in Erinnerung zu rufen. Für die Musiker Timo Schmidt und Flo Grell war es endlich mal wieder die Möglichkeit für einen Auftritt. Und das Publikum konnte seinen Kulturhunger auf Live-Konzerte in der Reihe „Club Montreux“ nach der Corona-Zwangspause stillen.

Rund 50 Besucher kamen am Freitagabend, 7. August, zum Open-Air-Konzert am Flöz K und waren begeistert„Wir melden uns heute Abend mal wieder zurück“, sagte Roland Sperlich aus dem Vorstand des Flöz K, der vom Applaus unterbrochen wurde.

„Aber es muss ja irgendwie mal wieder losgehen. Wir haben uns ein paar Wochen lang Gedanken gemacht, um ein Hygienekonzept zu entwickeln. Bitte beachtet die Regeln. Nach dem Konzert wird es auch keine Nachsitzung geben, um Gruppenansammlungen zu vermeiden“, ergänzte er. Ausdrücklich bedankte er sich bei der Stadt Werne, welche die Kleinkunstbühne zur Verfügung gestellt hat.

Flöz K mit finanziellen Einbußen durch die Pause

Stephanie Kaltenborn aus dem Vorstand des Flöz K machte auf das Minus in der Kasse des Vereins durch die Zwangspause aufmerksam: „Seit März hatten wir kein Konzert mehr, also auch keine Einnahmen, aber Ausgaben. Mit den ‚Flöz-(k)ein Konzert‘-Karten im Wert von 10 oder 20 Euro könnt ihr uns unterstützen.“

Es sind keine Eintrittskarten, sondern Spendertickets, um das Überleben des rührigen Vereins mit seinen tollen musikalischen Angeboten zu ermöglichen.

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Erstes Konzert im Flöz K nach der Corona-Pause

Im Flöz K fand das erste Konzert nach der Corona-Pause statt. Mit dabei waren Timo Schmidt und Flo Grell.
09.08.2020
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Das erste Konzert nach der Corona-Pause fand nun wieder im Flöz K statt.© Elvira Meisel-Kemper
Bei sommerlichen Temperaturen verfolgten die Besucher das Programm mit Timo Schmidt und Flo Grell.© Elvira Meisel-Kemper
Roland Sperlich (Vorstand von Flöz K) begrüßte das Publikum.© Elvira Meisel-Kemper
Timo Schmidt spielte im Vorprogramm.© Elvira Meisel-Kemper
Timo Schmidt spielte im Vorprogramm.© Elvira Meisel-Kemper
Stephanie Kaltenborn (Vorstand Flöz K) verwies auf Spendentickets für den Verein ohne Konzert.© Elvira Meisel-Kemper
Blick vom Publikum auf die Bühne© Elvira Meisel-Kemper
Timo Schmidt (l.) und Tim Bender (2.v.l.), beide als Band "The Vult", bekannt, filmen den Auftritt von Grell.© Elvira Meisel-Kemper
Flo Grell spielte im Hauptprogramm.© Elvira Meisel-Kemper
Flo Grell spielte im Hauptprogramm.© Elvira Meisel-Kemper
Flo Grell spielte im Hauptprogramm.© Elvira Meisel-Kemper

Der Neustart mit Timo Schmidt im Vorprogramm und Flo Grell im Hauptprogramm reihte sich mühelos ein in die Qualität der bisherigen Veranstaltungen.

Schmidt, der im Aachener Raum lebt, und zusammen mit Tim Bender die Rock-Band „The Vult“ bildet, trat allein auf nur mit der Gitarre, seinem Gesang und drei neuen Songs aus seiner Feder. „Mistake“, „Walking down the line“ und „Strangers Body“ drifteten in dieser One-Man-Besetzung in die Pop-Richtung. Es war ein gelungenes Warm-Up-Programm für den Auftritt des Hamburgers Flo Grell, der mit Schmidt befreundet ist.

Flo Grell überzeugt mit ausdrucksstarker Stimme

Als Grell die Gitarre von Schmidt übernahm, änderte sich der Sound. Auch er schreibt seine Songs selbst. Ein Loop-Kanal verstärkte die Beats. „Was ich besonders mag, sind so Mitsingdinger. Habt ihr Lust dadrauf?“, wandte sich Grell ans Publikum, dass er erfolgreich wachrüttelte.

Nicht bei allen Songs, die nach einer Australienreise und unter dem Eindruck dieses Landes entstanden sind, konnte das Publikum aktiv werden. Mit „Give me up“ heizte er allein die Stimmung an.

Rhythmisch und energiegeladen nicht nur in den geschlagenen Rhythmen, sondern auch in den viel zu seltenen Zupfpassagen und mit einer ausdrucksstarken Stimme zauberte er eine ganz andere Atmosphäre herbei, ergänzt durch seine Erklärungen über die Entstehung.

Interaktion mit dem Publikum

Der Song „No where“ erzählte über seine nicht erwiderte Liebe zu einer Frau während seiner Reise. „Oooh“ war der Mitsingpart des Publikums. „Das könnt ihr richtig rausgrölen“, turnte er die Lust am Mitsingen erfolgreich an. Der Song „Talk to me“ erzählte von einer Beziehung, in der es an der notwendigen gegenseitigen Kommunikation fehlte. „Ging euch das auch mal so?“, leitete er den Mitsingpart ein und erntete breite Zustimmung.

„City Light“ entstand direkt in Sidney. Der Song „Summer Eyes“ war sein jüngstes Produkt. Für Grell war es eine Premiere, diesen Song in Werne erstmals öffentlich vorstellen zu dürfen. Auch dafür erntete er begeisterten Applaus.

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