Finanzgericht: Feiern für Führungskräfte höher zu besteuern

16.03.2020, 16:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Unternehmer müssen bei Feiern exklusiv für Führungskräfte höhere Steuern an das Finanzamt abführen als wenn alle Arbeitnehmer eingeladen sind. Das hat das Finanzgericht Münster entschieden und damit die Klage eines Industrieunternehmens zurückgewiesen. Die Firma hatte eine Jahresabschlussfeier allein für leitende Angestellte ausgerichtet. Für die Bewirtung, Dekoration und die Unterhaltung im firmeneigenen Gästehaus fielen insgesamt laut Mitteilung von Montag rund 17 500 Euro an. Pauschal führte der Kläger für die Sachzuwenden 25 Prozent Lohnsteuer ab. Begründung: Die Feier war eine Betriebsveranstaltung. Diese Meinung teilten die Finanzrichter in Münster nicht, da das Fest nicht allen Mitarbeitern offen gestanden habe. Das Unternehmen hätte demnach 30 Prozent Lohnsteuer abführen müssen und muss jetzt die Differenz nachzahlen. Das Finanzgericht Münster ließ Revision zum Bundesfinanzhof zu (Az.: 8 K 32/19, nicht rechtskräftiges Urteil vom 20. Februar 2020).

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