Fiese Betrugsmasche: Wieder versuchen falsche Polizisten am Telefon Geld zu ergaunern

Polizei warnt

Betrüger machen auch in der Corona-Krise keine Pause. Derzeit scheinen wieder „falsche Polizisten“ unterwegs zu sein. Sie versuchen, Bürger am Telefon auszunehmen.

Lünen

26.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Derzeit rufen wieder verstärkt „falsche Polizisten“ an und wollen vor allem ältere Menschen um ihr Geld bringen.

Derzeit rufen wieder verstärkt „falsche Polizisten“ an und wollen vor allem ältere Menschen um ihr Geld bringen. © picture alliance/dpa

Immer mehr besorgte Bürgerinnen und Bürger haben sich in den letzten

Stunden bei der Leitstelle der Polizei gemeldet. In über 40 Fällen, so ein Pressesprecher der Polizei, gaben sich Betrüger am Telefon als falsche Polizisten aus.

Bislang haben die Betroffenen genau richtig gehandelt. Sie sind nicht auf die Fragen der Anrufer eingegangen und haben das Telefonat schnell beendet. Und zudem die echte Polizei über den Notruf 110 angerufen.

Die echte Polizei rät: Bitte nehmen Sie die folgenden Verhaltenstipps ernst und tragen Sie sie weiter. An Verwandte, Bekannte, Nachbarn und an ältere Menschen in Ihrem Umfeld.

  • Wichtig: Die Polizei wird Sie nie anrufen und nach Wertsachen fragen. Sie wird Sie zudem nie - wie es häufig bei dieser Masche geschieht - unter der Rufnummer 110 anrufen.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre finanziellen/persönlichen Verhältnisse.
  • Es gibt vier Fragen, die Sie sich bei verdächtigen Anrufen stellen können. Beantworten Sie nur eine mit „Ja“, ist Skepsis angebracht und Sie sollten auflegen. Werden Sie am Telefon nach Geld gefragt? Oder nach Wertsachen? Werden Sie zur Verschwiegenheit aufgefordert? Sollen Sie mit der 110 verbunden werden?
  • Allgemein gilt: Übergeben Sie Ihr Geld niemals an unbekannte Personen.
  • Sind Sie unsicher, ob „echte“ Polizeibeamte vor Ihnen stehen oder anrufen, ziehen Sie Nachbarn oder Angehörige hinzu oder besser: Rufen Sie die Polizei unter 110 an. Die Kollegen der Leitstelle können herausfinden, ob an Ihrer Anschrift Ermittlungen laufen.
  • Wichtig: Lassen Sie sich von dem Anrufer nicht mit der 110 oder angeblichen Kollegen verbinden, drücken Sie nicht die Rückruftaste. Legen Sie auf und wählen Sie selbst die 110.
  • Auch ein Anruf bei der Vermittlung der Polizei, ob dort ein „Herr XY“ arbeitet, reicht nicht. Fragen Sie über den Notruf konkret nach einem Einsatz bzw. Ermittlungen an Ihrer Adresse.
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten haben - egal, ob Sie den Betrug erkannt und aufgelegt haben oder schlimmstenfalls Opfer geworden sind.
  • Häufig sind ältere Menschen die Zielscheibe von Trickbetrügern. Deshalb ist der Polizei besonders wichtig: Informieren Sie Seniorinnen und Senioren in Ihrem Umfeld und sprechen Sie über die Maschen der Betrüger.
  • Die „jüngere Generation“ kann Verwandte oder Bekannte auch mit praktischen Maßnahmen unterstützen. Helfen kann zum Beispiel das Löschen des Telefonbucheintrags. Oft suchen die Täter noch immer über Vornamen nach potenziell älteren Menschen. Auch gute Nachbarn können Gold wert sein: Tauschen Sie Erreichbarkeiten mit älteren Nachbarn aus, halten Sie Kontakt, seien Sie aufmerksam.
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