Feuerwehr findet bei Balkonbrand Weltkriegsobjekte

Beim Löschen eines Balkonbrandes hat die Feuerwehr in Düsseldorf Kriegsgegenstände entdeckt und vorsorglich das betroffene Mehrfamilienhaus evakuiert. Die rund zehn Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen, weil Einsatzkräfte unter anderem Dekowaffen, Weltkriegs-Devotionalien und „explosivverdächtige Gegenstände“ fanden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Demnach ermitteln nun die Staatsanwaltschaft und der Staatsschutz gegen einen 38 Jahre alten Familienvater, dem die Wohnung gehört.

05.04.2020, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) untersuchten nach dem Einsatz am Samstag die Gegenstände aus der Wohnung, die zunächst als „ungefährlich“ galten, sowie das Auto des Tatverdächtigen. In einer angemieten Garage stellten die Ermittler dann aber Munition aus alten Militärbeständen, Pyrotechnik und zwei Granatenreste sicher, die am Sonntag durch das LKA gesprengt wurden. Der Mann steht nun im Verdacht, gegen das Sprengstoffgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben.

Anwohner hatten am Samstag laut Angaben eines Feuerwehrsprechers von einer Explosion auf dem Balkon im dritten Stock berichtet. Dieser habe „schlagartig in voller Ausdehnung gebrannt.“ Die Bewohner waren zu dem Zeitpunkt nicht zuhause. Die Einsatzkräfte verschafften sich Zutritt ins Innere und brachten zwei Katzen und zwei Meerschweinchen ins Freie. Dann hätten sie die „verdächtigen Gegenstände“ entdeckt.

Eine junge Frau erlitt am Einsatzort einen Schock und kam in ein Krankenhaus. Die Brandursache war am Sonntag noch unklar.

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