Fehlendes Vertrauen: Münsters Polizeipräsident muss gehen

Nach nur einem halben Jahr im Amt ist Münsters Polizeipräsident Rainer Furth von seinen Aufgaben entbunden worden. Das Landeskabinett habe entschieden, ihn mit sofortiger Wirkung in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen. „Der Minister hat nicht mehr das für diese besonders verantwortungsvolle Funktion erforderliche Vertrauen in die Amtsführung des Polizeipräsidenten“, sagte ein Sprecher von Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch zu der Entscheidung von Dienstag. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

26.08.2020, 11:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rainer Furth bei einer Pressekonferenz. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Rainer Furth bei einer Pressekonferenz. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Die Gründe seien jedoch ausdrücklich nicht im laufenden großen Ermittlungsverfahren zum sexuellen Kindesmissbrauch von Münster zu finden, ergänzte der Sprecher. Furth hatte bei der Pressekonferenz dazu Anfang Juni mit emotionalen Worten von den grausamen Entdeckungen schlimmer Gewalttaten an Kindern berichtet und war so einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Von 2008 bis Januar 2020 war er Polizeipräsident in Krefeld und dann nach Münster gewechselt.

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