Fast 65 500 Fahrräder in NRW gestohlen: Weiterer Rückgang

Die Zahl der Fahrraddiebstähle in NRW ist gesunken - allerdings auch die Chance, seinen geklauten Drahtesel wieder zu sehen. Nicht mal jede zwölfte Tat wird aufgeklärt.

21.06.2020, 11:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mutmaßlich gestohlene Fahrräder stehen vor einem Transporter auf dem Gelände eines Polizeipräsidiums. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Mutmaßlich gestohlene Fahrräder stehen vor einem Transporter auf dem Gelände eines Polizeipräsidiums. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Fast 65 500 Fahrräder haben in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr auf illegale Weise den Besitzer gewechselt. Die Zahl der Diebstähle von Drahteseln sank damit erneut - diesmal um 7,8 Prozent und damit doppelt so stark wie im Vergleich zum Vorjahr. 2018 waren noch 5600 Drahtesel mehr verschwunden.

Das geht aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik des Landes hervor. Die Aufklärungsquote lag allerdings bei 7,9 Prozent und damit noch niedriger als im Vorjahr. Das bedeutet, dass nicht einmal jeder zwölfte Fahrraddiebstahl aufgeklärt wird. Die Chance, sein Rad wiederzubekommen, ist damit entsprechend gering. Dennoch konnte die Polizei 4750 Verdächtige ermitteln.

Vor zehn Jahren lag die Zahl der Fahrraddiebstähle mit 97 000 noch deutlich höher. Branchenexperten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus: Viele Betroffene würden wegen der geringen Aufklärungsquote einen Fahrraddiebstahl gar nicht erst anzeigen.

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