Fans von Bayern und Leverkusen für Verlegung von Pokalfinale

Zwei Fanorganisationen des FC Bayern München und von Bayer Leverkusen haben sich für eine Verlegung des DFB-Pokalfinals ausgesprochen. Das für den 4. Juli im Berliner Olympiastadium angesetzte Finale als Geisterspiel abzuhalten, wäre „ein weiterer Schlag ins Gesicht der Fans“, heißt es in einem gemeinsamen Brief von „Club Nr. 12“ und „Nordkurve 12“ an DFB-Präsident Fritz Keller.

16.06.2020, 22:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Logo des DFB. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Symbolbild

Das Logo des DFB. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Symbolbild

„Fans reisen ihrer Mannschaft zu jedem Spiel hinterher, richten teilweise ihr gesamtes Leben nach dem Verein aus und dürfen am Ende nicht beim Pokalfinale vor Ort sein?“, heißt es in dem offenen Schreiben vom Dienstag. „Es wäre eine Enttäuschung für viele neutrale Fußballanhänger, mehr als nur eine Enttäuschung aber für die Anhänger und Fanszenen der beiden Finalisten.“

Die beiden Organisationen fordern den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes auf, mit den Verantwortlichen beider Vereine sowie mit TV-Anstalten und Sponsoren zu beratschlagen, „wie konkret die Lösung für das DFB-Pokalfinale aussehen kann, sodass beide Vereine am Ende des Tages mit voller Unterstützung ihrer gesamten Anhängerschaft im Olympiastadion antreten können“. Sie verweisen auch auf die spanische Copa del Rey, wo die beiden Finalisten Athletic Bilbao und Real Sociedad San Sebastian beantragt hatten, das wegen der Corona-Krise verschobene Endspiel vor Zuschauern austragen zu dürfen.

Nach derzeitiger Rechtslage könnten beim DFB-Pokalfinale in Berlin nur wenige Hundert Zuschauer im Stadion sein - und das auch nur unter sehr strengen, für ein Fußballspiel logistisch schwer zu erfüllenden Auflagen. Dies hatte der Berliner Senat zuletzt unter Berufung auf das Verbot von Großveranstaltungen erklärt.

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