Familienminister für Kita-Wiedereinstieg in vier Phasen

Die Familienminister von Bund und Ländern empfehlen in der Corona-Krise einen „behutsamen“ Wiedereinstieg in die Kinder-Tagesbetreuung in vier Stufen. Das teilte das Ministerium von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstagabend mit. Ein konkretes Datum für die mögliche Wiederaufnahme des Kita-Betriebs wird in dem gemeinsamen Beschluss nicht genannt. Die vier Phasen umfassen demnach die aktuelle Notbetreuung, eine erweitere Notbetreuung, einen eingeschränkten Regelbetrieb und die Rückkehr zum Normalbetrieb.

28.04.2020, 20:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Joachim Stamp (FDP), Familienminister von NRW, steht vor der Presse. Foto: Federico Gambarini/dpa

Joachim Stamp (FDP), Familienminister von NRW, steht vor der Presse. Foto: Federico Gambarini/dpa

„Die Wirkung des Lock-Down auf Kinder hat in den bisherigen Beratungen von Bund und Ländern eine völlig untergeordnete Rolle gespielt“, erklärte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP). Der Fokus müsse nicht nur stärker auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerichtet werden, sondern vor allem auf die Kinder. „Die Länder brauchen Freiraum, um passgenau auf regionale Unterschiede reagieren zu können, um frühkindliche Bildung und soziale Kontakte für unsere Jüngsten wieder möglich zu machen“, betonte er.

Der Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz soll in die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Donnerstag einfließen. Letztlich liegt die Entscheidung bei den einzelnen Bundesländern. Oberstes Ziel sei unverändert, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen, hieß es.

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