Familienminister appelliert: „Kinder zu Hause betreuen!“

Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat erneut eindringlich an alle Eltern von Kleinkindern appelliert, ihre Kinder zuhause zu betreuen. Soziale Kontakte müssten auf ein Minimum zurückgefahren werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sagte Stamp am Montag in Düsseldorf.

16.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Joachim Stamp (FDP), stellvertretender NRW-Ministerpräsident, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Joachim Stamp (FDP), stellvertretender NRW-Ministerpräsident, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Die Kitas würden nur offengehalten für Kinder von Eltern, die für die „kritische Infrastruktur“ des Landes gebraucht würden. Für alle anderen Kinder und Eltern gelte ein sogenanntes Betretungsverbot.

Als „kritische Infrastruktur“ hat die Landesregierung bestimmte Sektoren in einer Leitlinie definiert: Energiewirtschaft, Kraftstoffversorgung, Entstörung der Netze, Wasserversorgung, Ernährung, Hygiene, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesundheit - insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, Medizinhersteller, Apotheken und Labore -, Finanzen und Kreditversorgung, Arbeitsämter, Transport und Verkehr, Medien, staatliche Verwaltung - darunter Polizei, Justiz, Feuerwehr, Katastrophenschutz -, sowie Schulen, Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe.

Eltern aus diesen Bereichen dürfen ihre Kinder weiterhin in der Kita betreuen lassen. Die Voraussetzungen sind: ein Nachweis oder eine Zusicherung, dass beide Elternteile - soweit nicht alleinerziehend - nicht in der Lage sind, die Betreuung zu übernehmen, weil sie in einer kritischen Infrastruktur tätig sind, und dass die Arbeitgeber schriftlich bestätigen, dass deren Präsenz am Arbeitsplatz für das Funktionieren der jeweiligen kritischen Infrastruktur notwendig ist.

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