Falschparker abschleppen: Die Stadt Schwerte blickt verstärkt auf die Ruhrstraße

Halteverbot

Zur Rohrmeisterei runter oder in die Innenstadt rauf und einfach auf der Ruhrstraße parken? Schlechte Idee. Die Stadt Schwerte unterstreicht: An einer Stelle schleppe man jetzt verstärkt ab.

Schwerte

, 16.02.2020, 16:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Schilder zeigen es: An dieser Stelle der Ruhrstraße herrscht absolutes Halteverbot. Und das aus gutem Grund.

Die Schilder zeigen es: An dieser Stelle der Ruhrstraße herrscht absolutes Halteverbot. Und das aus gutem Grund. © Rous/Stadt Schwerte

In den letzten fünf Monaten des Jahres 2019 hat die Stadt weitaus mehr regelwidrig abgestellte Fahrzeuge abschleppen lassen müssen als erwartet“, heißt es aus dem Rathaus. 120 Fahrzeuge seien es insgesamt gewesen, der allergrößte Teil davon (111) an den bekannten Schwerpunkten, also der Hagener Straße im Innenstadt-Bereich sowie stadtweit auf Schwerbehindertenparkplätzen und in Feuerwehrzufahrten.

Jetzt allerdings komme noch eine weitere Stelle hinzu, deuten die Verantwortlichen aus dem Rathaus an. So würden die Ordnungskräfte der Stadt Schwerte auch an einer Stelle der Ruhrstraße ganz genau hinschauen: rund um die Einmündung der Jahnstraße.

„Feuerwehr hat Probleme, wenn dort Fahrzeuge parken“

Dort ist ein paar Meter vor der Jahnstraße ein absolutes Halteverbot ausgewiesen – mit gutem Grund, wie Jenny Golombek zu berichten weiß. „Die Feuerwehr hat Probleme mit der Einfahrt in die Jahnstraße, wenn an dieser Stelle Fahrzeuge parken“, erklärt die Leiterin des Ordnungsamtes.

„Wir haben die Situation mit der Feuerwehr geprüft“. Deshalb wird ab sofort abgeschleppt, wer dort verbotswidrig parkt. „Die Sicherheit der Menschen, die in diesem Quartier leben, genießt wie an allen anderen Orten in dieser Stadt höchste Priorität“, so Jenny Golombek.

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52 Autos an der Hagener Straße abgeschleppt – seit August 2019

Seit August 2019 geht die Stadt verstärkt gegen Falschparker vor und hat dafür auch einen Vertrag mit dem Abschleppunternehmen Klein geschlossen. In 52 Fällen hat das seitdem an der Hagener Straße vor der Einmündung in die Brückstraße Autos abgeschleppt.

Noch häufiger – 59 Mal – rückte es an, wenn Fahrzeuge „mal eben“ auf einem Schwerbehindertenparkplatz abgestellt waren.

Auch dafüt habe man kein Verständnis, heißt es von der Stadt: „Diese Plätze sind absolut freizuhalten“, sagt Jenny Golombek. „Menschen mit Behinderungen dürfen darauf vertrauen, dass sie einen entsprechend ausgewiesen Parkplatz finden“. Die Rechtssprechung sei eindeutig.

Wegfahren und Knöllchen wegwerfen reicht nicht

Übrigens: Wer sein Auto erreicht und wegfährt, bevor das gerufene Abschleppunternehmen vor Ort ist, kommt nicht ungeschoren davon. Denn das Knöllchen klebt sofort hinter dem Scheibenwischer. Und die Anfahrtskosten des Abschleppunternehmens gehen auch zu Lasten des Halters.

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