Fall Tönnies: Kutschaty fordert neues Unternehmensstrafrecht

Der Fraktionschef der SPD im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty, fordert ein neues Unternehmensstrafrecht, „mit dem künftig nicht mehr nur einzelne Manager oder Mitarbeiter, sondern auch ganze Unternehmen strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können.“

28.06.2020, 10:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fraktionschef der SPD im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Fraktionschef der SPD im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Kutschaty sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Viele fragen sich doch jetzt: Kommt ein Unternehmen wie Tönnies eigentlich mit so einem Verhalten davon? Bei dem ganzen Schaden, der den Menschen, aber auch dem Staat entstanden ist? Das würde dem Gerechtigkeitsempfinden der Menschen massiv widersprechen.“

Er sehe deshalb gute Chancen, dass ein von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) auf den Weg gebrachter Gesetzentwurf „trotz der zu erwartenden Kritik der Wirtschaftsverbände auch wirklich das Licht der Welt erblickt.“

„Wenn Armin Laschet es ernst meint, Tönnies für sein Verhalten haftbar machen zu wollen, dann muss er dem Gesetzentwurf für ein Unternehmensstrafrecht in der Union jetzt den nötigen Rückenwind verleihen“, sagte Kutschaty.

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