Fall Claudia Ruf: Polizei prüft Verbindung mit Fall „Maddie“

Ermittler im Mordfall Claudia Ruf überprüfen zurzeit auch mögliche Verbindungen zum Verdächtigen im Fall Madeleine „Maddie“ McCann. Wie ein Sprecher der Bonner Polizei sagte, sei dies ein routinemäßiger Vorgang. Konkrete Hinweise gebe es nicht. Der WDR hatte zuvor berichtet.

16.06.2020, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

Nachdem ein Mann aus Braunschweig als Mordverdächtiger im Fall „Maddie“ geführt wird, werden deutschlandweit mehrere ungelöste Verbrechen mit Kindern als Opfer von den jeweiligen Behörden auf mögliche Bezüge überprüft. Auch im Fall Claudia Ruf sei dies so, weil es sich beim Verdächtigen um einen offenbar überörtlich agierenden mutmaßlichen Täter handele, so die Polizei Bonn.

Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 in ihrem Heimatort Hemmerden südwestlich von Düsseldorf entführt, sexuell missbraucht und umgebracht worden. Ihre Leiche wurde 70 Kilometer entfernt auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden. Die Suche nach dem Mörder war kürzlich wieder aufgerollt worden. Bei einem Massengentest wurden 2400 Männer um eine Speichelprobe gebeten. Sie werden zurzeit noch ausgewertet.

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