Extinction Rebellion färbt Rur „giftgrün“

Umweltaktivisten von Extinction Rebellion haben am Donnerstagmorgen das Wasser der Rur im Kreis Düren hellgrün eingefärbt. Mit der Aktion sollte Aufmerksamkeit auf die Gewässerverschmutzung durch Kohlegewinnung gelenkt werden. „Durch Sümpfungen für RWE-Tagebaue ist der Grundwasserhaushalt in der niederrheinischen Bucht nachhaltig geschädigt. Das betrifft eine riesige Fläche, die bis in die Niederlande reicht“, teilten die Organisatoren mit.

11.06.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Fahne mit dem Logo der Klimabewegung Extinction Rebellion. Foto: Paul Zinken/dpa/Archiv

Eine Fahne mit dem Logo der Klimabewegung Extinction Rebellion. Foto: Paul Zinken/dpa/Archiv

Für die Aktion wurde nach Angaben von Extinction Rebellion der „giftgrüne“ Farbstoff Uranin ins Wasser gelassen. Dieser sei unbedenklich und werde auch zur Gewässermarkierung eingesetzt. „Die Farbe ist biologisch abbaubar und verläuft im Wasser“, erklärte Norman Schumann, Sprecher von Extinction Rebellion NRW. Feuerwehr und Polizei sagten der Deutschen Presse-Agentur, dass ihnen kein grünes Wasser aufgefallen oder gemeldet worden sei.

In Berlin, wo zeitgleich die Spree grün eingefärbt wurde, entnahm die Feuerwehr nach eigenen Angaben vor Ort eine Gewässerprobe und übergab sie der Polizei. Eine entsprechende Anzeige wegen des Verdachts der Wasserverunreinigung sei aufgenommen worden, teilte die Polizei mit. Auch in Zerre (Lausitz) färbten Aktivisten die Spree ein.

„Wir hoffen, dass sich Leute durch diese Aktion weiter informieren“, sagte Schumann. Man wolle damit auch schon auf kommende Aktionen aufmerksam machen. Ab dem kommenden Montag plant Extinction Rebellion eine Woche mit bundesweiten Events. Zu den Strategien der Gruppe gehören Aktionen zivilen Ungehorsams wie Flashmobs und Fahrraddemos sowie Brücken- und Straßenblockaden.

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