Experte: Demonstrationen könnten „ungeplante Studie“ sein

Die großen Anti-Rassismus-Demonstrationen in mehreren deutschen Städten am vergangenen Wochenende könnten nach Einschätzung des Infektiologen Gerd Fätkenheuer eine „ungeplante Studie“ zur Corona-Pandemie sein. Es könne aufschlussreich sein zu beobachten, wie sich das Infektionsgeschehen nun weiter entwickle, sagte der Wissenschaftler dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch).

10.06.2020, 12:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Infektiologe Gerd Fätkenheuer nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild

Der Infektiologe Gerd Fätkenheuer nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild

Die Auswertung „könnte sehr wichtige Aufschlüsse liefern - mitsamt der Konsequenz, dass weitere politische Lockerungen beschlossen werden könnten, wenn keine vermehrten Infektionen auftreten“. Dann wäre für ihn die Folgerung denkbar, „dass man diese Art der Zusammenkunft bei vernünftigem Verhalten der Teilnehmer erlaubt“.

Fätkenheuer ist Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln und war von 2013 bis 2019 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie.

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