Ex-Thyssenkrupp-Chef Kerkhoff soll Klöckner & Co führen

Der langjährige Chef des Stahlhändlers Klöckner & Co, Gisbert Rühl, hört im kommenden Jahr auf. Rühl werde seinen Vertrag nicht verlängern, teilte das Unternehmen am Montag in Duisburg mit. Sein Nachfolger wird ein in der Stahlbranche alter Bekannter: Der Ex-Chef von Thyssenkrupp, Guido Kerkhoff, soll den Posten mit Ablauf der Hauptversammlung im Mai 2021 übernehmen.

06.07.2020, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Guido Kerkhoff steht bei einer Versammlung von Thyssenkrupp auf dem Podium. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Guido Kerkhoff steht bei einer Versammlung von Thyssenkrupp auf dem Podium. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Zum 1. September werde der Manager in den Vorstand berufen und zunächst stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Rühl, seit 2009 Chef von Klöckner, werde im Rahmen der geplanten Ausgliederung des Bereichs digitale Plattformen deren Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. Die Entscheidung zum derzeitigen Zeitpunkt ermögliche „eine nahtlose Überleitung der Unternehmensführung in enger Abstimmung mit dem amtierenden Vorsitzenden des Vorstands“, hieß es.

Kerkhoff war lange Jahre Finanzvorstand von Thyssenkrupp, bevor er im Juli 2018 den Chefsessel übernahm. Nach dem missglückten Versuch eines Strategiewechsel musste er diesen Posten bereits Ende September 2019 wieder räumen. Thyssenkrupp wurde in der Vergangenheit mehrfach ein Interesse an einer Übernahme von Klöckner nachgesagt.

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