Ex-Profi Dede in Sorge um Brasilien: Virus „Signal von Gott“

Der frühere Bundesligaprofi Dede sorgt sich wegen der Coronavirus-Pandemie um sein Heimatland Brasilien. Anders als in Deutschland, wo es auch in Krisenzeiten genügend Nahrung und eine hervorragende medizinische Versorgung gebe, gehe es in Brasilien auch ohne das Coronavirus für viele Menschen ums Überleben.

29.03.2020, 15:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Ball geht ins Netz. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Ein Ball geht ins Netz. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

„50 bis 60 Millionen Menschen wissen nicht, was sie am kommenden Tag essen sollen“, sagte der 41-Jährige in einem Telefongespräch. Dede betreibt in seiner Heimatstadt Belo Horizonte eine kostenlose Fußballschule für Kinder aus Favelas. Inzwischen habe das Coronavirus die Armenviertel erreicht. Zwar gebe es auch dort Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen. „Aber was passieren wird, wenn bis zu acht Personen in einem Raum unter schlechtesten hygienischen Bedingungen zusammen leben müssen, kann man sich ja denken.“ Der langjährige Profi von Borussia Dortmund befürchtet Plünderungen.

„Das war ein Signal von Gott“, sagte Dede weiter zur Krise. „Wir müssen wieder lernen: Die Welt gehört Gott und nicht uns. Wir haben den Respekt voreinander auf dieser Welt verloren. Wir müssen wieder lernen, einander zuzuhören. Das Kind, für die Eltern da zu sein. Die Ehepartner müssen wieder lernen, einander zuzuhören. Und die Reichen für die Armen zu sorgen.“

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