Auf neuem Rasen: Vor „gutem Schritt“ Richtung K.o.-Runde

Bayer Leverkusen hat einen guten Lauf, der Gegner steckt in der Krise: Es sind beste Voraussetzungen für den Bundesligisten, am Donnerstag einen großen Schritt in Richtung K.o.-Runde zu machen. Zumal im Stadion ein neuer Rasen verlegt wurde.

25.11.2020, 16:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Peter Bosz konnte es kaum erwarten. Während der Pressekonferenz vor dem vierten Europa-League-Gruppenspiel am Donnerstag (21.00 Uhr/Nitro und DAZN) gegen den israelischen Pokalsieger Hapoel Beer Sheva fieberte der Trainer von Bayer Leverkusen dem anschließenden Training entgegen. „Es ist das erste Mal, dass wir auf dem neuen Rasen trainieren“, sagte der Niederländer und seine Augen leuchteten ein wenig.

Der neue Teppich in der BayArena soll seiner spielstarken Mannschaft in den kommenden Wochen helfen. „Für unseren Ballbesitz-Fußball braucht man eigentlich einen guten Rasen“, sagte Bosz: „Das war bei uns nicht immer so.“

Doch auch so lief es für Bayer zuletzt sehr gut. Von den vergangenen neun Pflichtspielen gewannen die Leverkusener acht. Und der Gegner vom Donnerstag steckt in der Krise, gewann zuletzt nur eines seiner sechs Pflichtspiele und ist in seiner Liga Elfter und damit Viertletzter. Alles in allem also eine ideale Steilvorlage für die Leverkusener, die im Falle eines Sieges mit neun Punkten aus vier Spielen fast schon in der K.o.-Runde stünden. „Die Gruppe ist sehr spannend, alle vier haben schon Spiele gewonnen“, sagte Bosz: „Aber wenn wir gewinnen, machen wir einen sehr guten Schritt. Und zu Hause müssen wir unsere Spiele gewinnen.“

Wegen der personell angespannten Situation wird Bosz nicht so ausgiebig rotieren lassen können wie in den vergangenen Europacup-Spielen. Neben den vier Langzeitverletzten Santiago Arias, Paulinho, Ezequiel Palacios und Kapitän Charles Aranguiz sowie dem nicht für die Europa League gemeldeten Mitchell Weiser fehlen auch noch Edmond Tapsoba nach einem positiven Corona-Test und die beiden wieder einmal angeschlagenen Bender-Zwillinge. Ex-Kapitän Lars Bender hat Probleme mit dem Oberschenkel, Abwehrchef Sven Bender bekam einen Schlag aufs Sprunggelenk.

„Die Verletzung von Lars ist glaube ich nicht so schlimm wie die von Sven“, sagte Bosz: „Aber er hat noch nicht trainiert. Deshalb fehlt er im Kader und vielleicht kommt auch das Wochenende für ihn noch zu früh. Nach derzeitigem Stand fällt er aber nicht langfristig aus.“ Über die Schwere der Verletzung von Sven Bender war noch nicht Näheres bekannt.

Immerhin gab der neue Stürmer Patrik Schick in Bielefeld nach 65 Minuten sein Debüt nach fast sieben Wochen Verletzungspause. Er und sein treffsicherer Vertreter Lucas Alario werden am Donnerstag im Sturmzentrum Job-Sharing betreiben. Wer dabei beginnt und wer eingewechselt wird, ist offen. „Ich kann mir beides vorstellen“, sagte Bosz.

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