EU: Bayer darf Tierarzneisparte an US-Konzern verkaufen

Bayer hat grünes Licht aus Brüssel für den milliardenschweren Verkauf seiner Arzneisparte für Haus- und Nutztiere an den US-Konzern Elanco. Allerdings genehmigte die EU-Kommission den Deal nur unter der Auflage, das Teile des Geschäfts an Dritte veräußert werden. Sonst würde der Wettbewerb beschränkt, erklärte Kommissionsvize Margrethe Vestager.

08.06.2020, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Margrethe Vestager, EU-Kommissionsvizepräsidentin. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Margrethe Vestager, EU-Kommissionsvizepräsidentin. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

„Tierärzte, Haustierbesitzer und Landwirte sind auf innovative und wettbewerbsfähige Preise für Arzneimittel für Tiere angewiesen“, betonte Vestager. In seiner ursprünglich angemeldeten Form hätte die Übernahme die Auswahl verringert. Nun sollen beide Konzerne einige Markenprodukte an Konkurrenten abgeben. Mit dem Verkauf der Produktion beziehungsweise Entwicklung bestimmter Arzneien zur Behandlung von Ohrinfektionen und Parasiten bei Haus- und Nutztieren werden die Bedenken aus Sicht der Kommission ausgeräumt.

Der Leverkusener Bayer-Konzern hatte im August 2019 bekannt gemacht, dass er die Arzneimittelsparte für Haus- und Nutztiere für 7,6 Milliarden Dollar (6,73 Mrd Euro) an den US-Konzern Elanco verkaufen will. Ziel ist, einige Geschäftssparten zu veräußern, um die Schulden nach der teuren Übernahme des Saatgutkonzerns Monsanto zu drücken. Geschäfte mit dem Wohl von Hunden, Katzen oder Tieren in der Landwirtschaft sind wegen der guten Wachstumsaussichten begehrt.

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