Erstes infiziertes Paar aus Bochum hat Coronavirus überstanden

Coronavirus

Elke und Gerd Döring (63 und 67) aus Bochum hatten sich im Ski-Urlaub in Südtirol mit dem Coronavirus infiziert. Inzwischen sind die Eheleute wieder gesund und berichten von ihren Erfahrungen.

Bochum

23.03.2020, 10:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Ehepaar aus Bochum hat das Coronavirus nach rund drei Wochen überstanden.

Ein Ehepaar aus Bochum hat das Coronavirus nach rund drei Wochen überstanden. © picture alliance/dpa

Im Ski-Urlaub in Südtirol steckten sich die Eheleute Elke und Gerd Döring (63 und 67) aus Bochum mit dem Coronavirus an. Gerd Döring hatte gegen Ende des Urlaubs Erkältungssymptome, wie das Ehepaar in einem Interview mit Ruhr24 erzählt. Zurück in Bochum wurden beide dann positiv auf das Coronavirus getestet.

Inzwischen sind beide wieder gesund, haben das Coronavirus überstanden. Sie beide haben die Erkrankung in den vergangenen Wochen jedoch unterschiedlich erlebt. Während Gerd Döring mit trockenem Husten und anfänglich leichtem Fieber zu kämpfen hatte, spricht Elke Döring nur von „leichten Kopfschmerzen und Schnupfen“.

Hausmittel gegen Beschwerden im Zuge des Coronavirus

Angst hatten sie jedoch nicht, wie sie in dem Interview berichten. „Wie beiden waren da sehr entspannt“, so Elke Döring. „Die zuständige Ärztin hat uns die Angst genommen, da mein Mann kein Fieber hatte. Sie hat uns zu normal zugänglichen, pflanzlichen Arzneimitteln gegen den trockenen Husten und zur Schleimlösung geraten. Außerdem hat mein Mann Dampfbäder mit Kamille gemacht, um die Bronchien zu beruhigen.“

Die Zeit in der häuslichen Quarantäne haben die Eheleute mit viel lesen und telefonieren verbracht. Der stärker erkrankte Gerd Döring habe sich zudem viel mit dem Virus beschäftigt. „Ich habe mich viel über wissenschaftliche Studien informiert. Den Podcast im NDR von Professor Drosten fand ich zum Beispiel sehr interessant. Es war für mich spannend die Entwicklung des Coronavirus zu verfolgen“, erzählt er.

Ehepaar hat in Quarantäne viel Solidarität erfahren

Jetzt, wo sie wieder gesund sind, sind sie froh, Freunden und Nachbarn helfen zu können. Sie selbst haben in den vergangenen Wochen viel Solidarität erfahren. „Wir wurden bekocht, man hat uns Zeitungen überlassen, Spiele geschenkt“, sagt Elke Döring. „Das hat uns viel Mut gemacht. Dafür möchten wir uns bedanken.“

Die Maßnahmen der NRW-Landesregierung hält das Ehepaar für richtig. In Bochum haben sie selbst erlebt, dass immer noch viele Menschen das Virus nicht richtig ernst nehmen. „Diese Denkweise von vielen jungen Menschen nach dem Motto ‚Ich bin jung, mir kann nichts passieren‘ ist egoistisch“, so Gerd Döring. „Jeder kann Überträger des Coronavirus sein. Und von da aus kann das Virus wieder jemanden treffen.“

rej

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