Ermittlungen nach tödlichen Polizeischüssen eingestellt

Fast ein Jahr haben die Ermittlungen nach tödlichen Schüssen von Polizisten auf einen 25-Jährigen in Wuppertal gedauert. Ergebnis: Die Beamten trifft wohl keine Schuld. Sie hätten in Notwehr gehandelt.

27.11.2020, 06:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Polizeiauto fährt mit Blaulicht über eine Straße. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

Ein Polizeiauto fährt mit Blaulicht über eine Straße. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

Fast ein Jahr nach den tödlichen Schüssen von Polizisten auf einen 25-Jährigen in Wuppertal sind die Ermittlungen gegen die Beamten eingestellt. Das hat ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft auf dpa-Anfrage mitgeteilt.

Die Beamten seien von dem Mann den Ermittlungen zufolge mit einem Hammer angegriffen worden und hätten in Notwehr geschossen. Zuvor hätten sie vergeblich mehrere Warnschüsse abgefeuert. Insgesamt seien elf Schüsse aus zwei Polizeiwaffen abgefeuert worden.

Der 25-Jährige sei von sechs Kugeln getroffen worden. Beide Beamte hätten je drei Mal auf ihn geschossen. Ein oder zwei der Treffer seien laut Rechtsmedizin tödlich gewesen. Beide Beamte hätten bei dem Einsatz leichte Verletzungen erlitten. Die Schürfwunden eines Beamten stammten vermutlich von einem Hammerschlag in Richtung seines Kopfes.

Mehrere Passanten hätten das Geschehen beobachtet. Bei einem Vor-Ort-Termin sei die Situation mit ihnen rekonstruiert worden. Demnach könne den Beamten strafrechtlich wohl kein Vorwurf gemacht werden: „Sie durften mit hoher Wahrscheinlichkeit von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen.“

Der 25-Jährige hatte im Dezember vergangenen Jahres mit einem Hammer bei mehreren Autos die Außenspiegel abgeschlagen. Zeugen hatten die Polizei alarmiert. Die eintreffenden Polizisten sollen dann von dem 25-Jährigen mit dem Hammer angegriffen worden sein. Er starb später im Krankenhaus. Der Polizei war er bereits zuvor durch Straftaten aufgefallen. Aus Gründen der Neutralität hatte die Polizei Hagen die Ermittlungen gegen die Beamten übernommen.

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