Ermittler sehen Profis hinter gefälschten Seiten

Hinter den gefälschten Antragsseiten für Corona-Hilfen in Nordrhein-Westfalen steht nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Köln „eine professionell aufgezogene, kriminelle Kampagne“. Die Betreiber mehrerer „Fake-Websites“ wollten „gezielt den hohen Handlungsdruck von Unternehmen und Verwaltung bei der Bewältigung der Corona-Krise“ ausnutzen, teilte die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) am Donnerstag mit.

09.04.2020, 13:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Frau schaut auf eine gefälschte Internetseite. Foto: Martin Gerten/dpa/Symbolbild

Ein Frau schaut auf eine gefälschte Internetseite. Foto: Martin Gerten/dpa/Symbolbild

Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt NRW ermitteln wegen versuchten Betrugs. Sie gehen dem Verdacht nach, dass die unbekannten Täter die auf den nachgemachten Webseiten eingegebenen Daten abgegriffen und mit falschen Kontoverbindungen an das für die Corona-Hilfen zuständige NRW-Wirtschaftsministerium weitergeleitet haben. „So könnte es den Tätern gelungen sein, ausgezahlte Corona-Hilfen an sich umzuleiten“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das Ministerium hatte am Donnerstag vorübergehend die Soforthilfe-Auszahlungen für Selbstständige und kleine Unternehmen gestoppt. Ob und welche Hilfszahlungen bereits an manipulierte Kontoverbindungen ausgezahlt worden sind, werde derzeit ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

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