Erhöhte PCB-Werte: Besser auf Blattgemüse verzichten

Wegen erhöhter PCB-Werte in Pflanzen in der Nähe eines Industriegebietes in Bergkamen bei Unna soll selbstangebautes Blattgemüse von dort vorerst nicht mehr gegessen werden. Das Landesumweltamt hatte bei Untersuchungen von Löwenzahn an zwei von vier Messpunkten erhöhte Werte des Umweltgiftes festgestellt. Als mögliche Ursache für die Verunreinigung sei ein Recyclinghof für Elektroschrott ausgemacht worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg am Dienstag. Es seien bereits Maßnahmen eingeleitet, eine mögliche Freisetzung von PCB zu mindern, weitere sollten folgen.

18.08.2020, 15:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Empfehlung, auf den Blattgemüseverzehr zu verzichten, gilt für zwei an das Industriegebiet angrenzende kleine Teile des Stadtgebiets und nur für Gemüsesorten, deren Blätter verzehrt werden, wie Grünkohl, Mangold oder Pflücksalate. Nicht betroffen seien „kopfbildende Salate“, Kohl- oder Knollengemüse.

Die Untersuchungen und Analysen dauerten an: So werde das Landesumweltamt Grünkohl anpflanzen und untersuchen, um herauszufinden, wie hoch Gemüse tatsächlich belastet ist. Auch werde weiter offen nach weiteren möglichen Quellen für die erhöhten Werte gesucht. PCB wird von der Weltgesundheitsorganisation als krebserregend eingestuft.

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