Erfindung: Es gibt jetzt Katzenfutter aus zerhackten Mäusen

Katzen Futter

Rind, Pute, Truthahn – Geschmacksrichtungen für Katzenfutter gibt es viele. Mäusefleisch war jedoch bislang nicht dabei. Ein Düsseldorfer Unternehmen allerdings produziert jetzt genau das.

Düsseldorf

27.07.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ab jetzt gibt es auch Katzenfutter mit Mäusefleisch.

Ab jetzt gibt es auch Katzenfutter mit Mäusefleisch. © picture alliance/dpa

Die Maus ist das Lieblingsbeutetier der Katze. Also warum nicht zu Futter verarbeiten? Das dachte sich offenbar ein Unternehmen aus Düsseldorf. Die Firma Lucky-Kitty bietet künftig Katzenfutter mit Mäusehackfleisch an.

„Die Maus ist seit Tausenden von Jahren das Beutetier der Katze. Sie enthält alles, was sie braucht. Die optimale Ernährung“, begründet Miterfinder Jürgen Failenschmid sein Produkt gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Man sei durch Europa gereist und habe eine geeignete Farm gefunden, die Mäuse als Futter für Zootiere züchtet. Die Tiere würden tiefgekühlt an einen Tierfuttermetzger geliefert und dann unter strengen Auflagen gehäckselt und in Dosen gefüllt.

Zubereitung ist teuer

Der Prozess hat allerdings seinen Preis: Eine Packung Mäusekatzenfutter mit 100 Gramm kostet 4,99 Euro. Zum Vergleich: Normales Katzenfutter bekommt man in der Menge schon für 40 Cent. Zudem sei das Produkt nur limitiert zu haben.

Bislang gab es Katzenfutter in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen – etwa mit Rind, Pute oder Truthahn. Ein Katzenfutter mit Mäusefleisch hat sich am Markt bislang nicht durchgesetzt. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass die Produktion von Mäusehack sehr teuer ist. Die Zucht von Mäusen ist für die Futterproduktion nicht sonderlich ergiebig – weitaus günstiger ist es, auf Abfallprodukte der Fleischindustrie zurückzugreifen.

Und auch das Mäusejagen der Katze verhindert das neuartige Futter nicht. Eine Sprecherin des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte sagt der Zeitung: „Katzen haben einen Jagdinstinkt. Das ist eine ihrer Hauptbeschäftigungen. So satt sie auch sein mögen, Kleintiere fangen sie weiterhin.“

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