Erblindet: Männer wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Sechs Monate nach einer brutalen Attacke hat in Krefeld der Prozess gegen zwei Angeklagte im Alter von 17 und 19 Jahren wegen versuchten Totschlags begonnen. Dem Duo wird zusätzlich schwere Körperverletzung vorgeworfen.

26.11.2020, 16:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

Laut Anklage hatten beide am Pfingstmontag einem 20-Jährigen in Krefeld zunächst dessen Schreckschusspistole abgenommen. Unter Vorhalt der Waffe sollen sie dann seine Uhr, seinen Kopfhörer und seinen Elektroroller gefordert haben.

Als das Opfer sich weigerte, die Sachen herauszugeben, soll ihm der 19-Jährige mit einer abgebrochenen Wein-Flasche und dem Satz: „Guck mal, was ich hier habe“, ins Gesicht geschlagen und ihn schwer verletzt haben.

Das Gesicht des 20-Jährigen sei dabei von der Nase bis zum rechten Auge aufgeschlitzt worden. Der Flaschenhals sei im Auge steckengeblieben. Trotz Notoperation erblindete der 20-Jährige auf dem Auge.

Dem 19-jährigen Angeklagten werden zudem mehrfache Beamtenbeleidigung und zwei weitere Fälle von schwerer Körperverletzung vorgeworfen.

So soll er gemeinsam mit dem 17-jährigen Mitangeklagten im Januar den Mitarbeiter eines Schnellrestaurants mit Fäusten und Tritten erheblich verletzt haben. Mitte Mai soll er auf einen Mountainbiker eingeprügelt haben. Für den Prozess sind bis Mitte Januar noch vier weitere Verhandlungstage angesetzt.

Weitere Meldungen