Entwicklung für Bork: Stadt will mit Häuserkauf Heft des Handelns in der Hand halten

Ortsteilentwicklung Bork

Manches ist in Bork schon zu sehen von dem Bemühungen, den Ortsteil Bork zu entwickeln. Einiges lässt noch auf sich warten. Woran liegt das? Was ist geplant?

Bork

, 20.02.2020, 18:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mehr als 100 Bürger nahmen an der Veranstaltung zum Ortsteilentwicklungskonzept teil.

Mehr als 100 Bürger nahmen an der Veranstaltung zum Ortsteilentwicklungskonzept teil. © Sylvia vom Hofe

Das Neubaugebiet hinter dem Lidl-Markt existiert bislang nur auf dem Papier. Die Caritas beginnt erst im Mai mit dem Bau des Altenheims auf dem ehemaligen Marktplatz. Und der Kirchring sieht unverändert aus. Stockt die Umsetzung des Ortsteilentwicklungskonzepts Bork?

Dem widersprach Bürgermeister Löhr am Mittwochabend, 19. Februar, während der Bürgerversammlung bei der Feuerwehr mit 100 Teilnehmern. Von den mehr als 20 Millionen Euro, die Selm für den Ortsteil investieren wolle, seien bereits 1,5 Millionen Euro ausgegeben– für Immobilien. Richtig sei auch: Zwei Förderanträge seien nicht bewilligt worde.

Das sind die weiteren Pläne der Stadt für Bork:

Spielplatz vorm Amtshaus

Vor dem Amtshaus soll ein Spielplatz entstehen. Aber erst, wenn die Verkehrssituation entschärft ist.

Vor dem Amtshaus soll ein Spielplatz entstehen. Aber erst, wenn die Verkehrssituation entschärft ist. © Sylvia vom Hofe

Statt mehrerer kleiner Spielplätze lieber einen großen schaffen vorm Amtshaus: Diese Idee stellte Bürgermeister Mario Löhr vor. „Dann könnte sich der Bereich vorm Amtshaus zu einem echten Treffpunkt entwickeln.“ Die Verkehrssituation dort werde ohnehin geändert. Eine Mutter hatte den Wunsch geäußert nach einer „echten Spielplatz-Attraktion wie im Auenpark“.

Neuer Parkraum am Bahnhof

Am Borker Bahnhof soll sich einiges auch für parkende Pendler tun.

Am Borker Bahnhof soll sich einiges auch für parkende Pendler tun. © Sylvia vom Hofe

Eine Million Euro Fördermittel hat die Stadt Selm für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes beantragt. Im Mittelpunkt davon steht die Schaffung von neuem Parkraum sowohl für Autofahrer als auch für Radler. Damit die Bahnpendler die Flächen nutzen und nicht die Beschäftigten des nahen Großunternehmens, prüft die Stadt ein Chip-System.

Interesse an weiteren Immobilien am Kirchring

Die Stadt hat Interesse daran, am Kirchring weitere Immobilien zu kaufen, um Möglichkeiten für die künftige Gestaltung offen halten zu können.

Die Stadt hat Interesse daran, am Kirchring weitere Immobilien zu kaufen, um Möglichkeiten für die künftige Gestaltung offen halten zu können. © Sylvia vom Hofe

Was aus dem Kirchring werden wird, ist noch offen. Die Stadt habe dort Häuser gekauft, um verschiedene Möglichkeiten offen zu lassen: sowohl den Umbau und Erhalt der bestehenden Häuser rund um die Kirche St. Stephanus als auch einen möglichen Abriss, um Neues zu ermöglichen. Löhr kündigte an, dass die Stadt auch Interesse an weiteren Immobilien habe.

Blaupause für weitere Fahrradstraßen

Es gibt gute Erfahrungen mit der Fahrradstraße, sagt die Stadt. Demnächst sollen Parkplätze auf der Waltroper Straße wegfallen, um mehr Platz für Radler zu bekommen.

Es gibt gute Erfahrungen mit der Fahrradstraße, sagt die Stadt. Demnächst sollen Parkplätze auf der Waltroper Straße wegfallen, um mehr Platz für Radler zu bekommen. © Sylvia vom Hofe

Die Fahrradstraße im Bereich der Waltroper Straße bewertete Löhr als Erfolgsmodell: eine Blaupause für weitere Fahrradstraßen oder besser noch: für Fahrradzonen – in den Wohngebieten rechts und links des Sandforter Wegs in Selm und im Gebiet Rauher Busch in Bork. Das Team der Stadtverwaltung kündigte an, Parkstreifen auf der Waltroper Straße zu entfernen.

Gastronomie sichern

Um die Gastronomie an der Hauptstraße sichern zu können, möchte die Stadt das Gebäude mit dem Haus Dörlemann kaufen.

Um die Gastronomie an der Hauptstraße sichern zu können, möchte die Stadt das Gebäude mit dem Haus Dörlemann kaufen. © Sylvia vom Hofe

Haus Dörlemann an der Hauptstraße ist die einzige Kneipe im Ort. Bürgermeister Mario Löhr bekräftigte die Absicht der Stadt, die Immobilie zu kaufen. „Dazu haben wir einen politischen Beschluss.“ Es gehe darum, einen Ort der Begegnung zu sichern. Mieter, die dort noch wohnten, bräuchten sich aber keine Sorgen zu machen, kurzfristig ausziehen zu müssen.

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