Eklat in U19-Bundesliga: Aachen tritt in Dortmund nicht an

In der Fußball-Bundesliga der U19-Junioren ist es am Sonntag zu einem Eklat gekommen. Die Mannschaft von Alemannia Aachen trat nicht zum geplanten Auswärtsspiel gegen den Nachwuchs von Borussia Dortmund um Ausnahme-Talent Youssoufa Moukoko an und überließ dem BVB kampflos die drei Punkte.

27.09.2020, 15:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Reihe von Fußbällen. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild

Eine Reihe von Fußbällen. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild

Die Alemannia begründete den Schritt damit, dass nach einem positiven Corona-Fall beim Viertliga-Team des Vereins vom Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne auch im Nachwuchszentrum angewiesen worden sei. Das Team habe erst am Freitag wieder trainieren können, der BVB habe Wünsche nach einer Spielverlegung aber abgelehnt.

„Wir haben die ganze Woche, auf Anweisung vom DFB, versucht, uns mit den Dortmundern zu einigen. Im Notfall wären wir sogar außerhalb des Wochenendes für ein Nachholspiel gekommen. Die haben sich aber auf nichts eingelassen und darauf bestanden, dass das Spiel heute stattfinden soll“, sagte Aachens Trainer Dietmar Bozek zu „RevierSport“.

Dortmunds Coach Mike Tullenberg zeigte für die laut Alemannia „aus Fürsorgepflicht“ getroffene Entscheidung kein Verständnis. „Wir wissen alle, dass die Zeit, die jetzt auf uns zu kommt schwierig wird. Es gibt aber genügend Beispiele von anderen Vereinen, die Spieler nicht einsetzen können, weil diese sich in Quarantäne befinden“, sagte er: „Der Stand der Dinge heute ist, dass Aachen heute alle Spieler zu Verfügung hatte.“

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