Einzelhandel: Umsätze weit entfernt vom Normalzustand

Die Nachfrage im Einzelhandel hat sich in Nordrhein-Westfalen auch in der zweiten Woche der unbeschränkten Öffnung noch nicht wieder erholt. Rund die Hälfte der Händler hat gegenüber der gleichen Woche im Vorjahr nur bis zu 60 Prozent der Umsätze erzielt, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten, regelmäßigen Umfrage des Handelsverbands NRW unter seinen Mitgliedern hervorgeht. Ein Drittel berichtete sogar von Umsätzen von nur maximal 40 Prozent des Vorjahresniveaus.

27.05.2020, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Frau geht vor einem Modegeschäft vorbei. Foto: Julian Stähle/zb/dpa/Symbolbild

Eine Frau geht vor einem Modegeschäft vorbei. Foto: Julian Stähle/zb/dpa/Symbolbild

Gleichzeitig sehen die Händler eine wieder leicht steigende Frequenz der Kunden in den Geschäften. „Gegenwärtig tätigen die Kunden vorrangig Bedarfskäufe“, sagte Verbandsgeschäftsführer Peter Achten. „Von einer positiven Entwicklung der Konsumstimmung sind wir meilenweit entfernt.“

Die Händler setzen angesichts der andauernden Belastungen große Hoffnungen in das Konjunkturprogramm der Bundesregierung. „Wir brauchen dringend eine Stützung sowohl auf der Angebotsseite im Handel als auch auf der Nachfrageseite bei den Konsumenten, um weiter durch die Krise zu kommen“, erklärte Achten. „Dauerhaft kann kein Einzelhandelsunternehmen auf mehr als ein Drittel des Umsatzes verzichten.“

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