„Einbruchsradar“-Funktion in App soll Bürger informieren

Bürger in zahlreichen großen Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens können sich ab Ende November per App über das Einbruchsgeschehen in ihrer Nachbarschaft informieren. Wie das Innenministerium am Donnerstag berichtete, handelt es sich um eine neue Funktion der bereits bestehenden App „MehrWetter“, die von einer Versicherung betrieben wird. Außerdem würden bestimmte Funktionen in die App „Katwarn“ eingebunden.

26.11.2020, 10:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Geliefert werden sollen Infos zu früheren Taten sowie Einbruchswahrscheinlichkeiten. Es gebe auch Präventionshinweise etwa darüber, wie man Wohnungen besser vor Einbrechern sichern kann.

Laut Ministerium kommt die Prognose in der Regel als Push-Mitteilung an jedem Montag für vorab vom User festgelegte Orte. Auf einer Karte soll zudem eine grobe Darstellung der zurückliegenden Tatorte erfolgen. Die ersten Prognosen sollen am 30. November veröffentlich werden.

Die Funktionen der App seien zunächst auf die Zuständigkeitsbereiche der 16 sogenannten Kriminalhauptstellen beschränkt. Das Ministerium zählte Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Münster, Recklinghausen und Wuppertal auf.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Nordrhein-Westfalen sei in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, betonte das Ministerium. Dennoch sei ihre Bekämpfung immer noch ein Schwerpunkt der Polizei.

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