Viele Nester gefunden: Selm sperrt Zechenbusch wegen gefährlicher Raupen

Eichenprozessionsspinner

Die Eichenprozessionsspinner haben den Zechenbusch in Selm wieder großflächig befallen. Die Stadt hat das Waldgebiet nun gesperrt. Viel machen kann sie gegen die gefährlichen Raupen aber nicht.

Selm

, 09.06.2020, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Eichenprozessionsspinner haben sich im Zechenbusch ausgebreitet. Die Stadt hat das Waldgebiet gesperrt.

Die Eichenprozessionsspinner haben sich im Zechenbusch ausgebreitet. Die Stadt hat das Waldgebiet gesperrt. © Wilco Ruhland (A)

Der Zechenbusch ist erneut vom gefährlichen Eichenprozessionsspinner befallen. Die Stadt Selm hat „großflächig“ mehrere Nester der Raupen gefunden. „Da Dutzende Bäume entlang der Wege in dem Waldgebiet befallen sind“, ist der Zechenbusch ab sofort gesperrt, teilt der Stadtsprecher Malte Woesmann mit.

Die Stadtverwaltung bittet die Selmer, die betroffenen Bereiche nicht zu betreten. Entsprechende Schilder würden aufgehängt, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Bereits in den vergangenen Jahren hatten die Raupen, deren Brennhaare bei Mensch und Tier allergische Reaktionen auslösen können, zu Problemen im Zechenbusch geführt. Er musste daher bereits mehrfach für Spaziergänger gesperrt werden.

Zu viele Nester, um sie abzusaugen

Die Stadt kann nicht viel gegen die Eichenprozessionsspinner tun. Der komplette Zechenbusch könne nicht behandelt werden, sagt Malte Woesmann. „Es sind deutlich zu viele Nester.“ Daher bliebe nur die Absperrung, so der Stadtsprecher. Einzelne Nester, die sich an Bäumen an den Eingängen an den Straßen befänden, könnten gegebenenfalls entfernt werden, so Woesmann.

Die Stadt warnt: Der Kontakt mit den Haaren der Raupen könne schmerzhafte Reaktionen auf der Haut auslösen. Das Einatmen der Haare kann zu Asthma führen. Die Verwaltung nimmt Hinweise auf weitere Nester an städtischen Bäumen unter Tel. (02592) 69125 entgegen.

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