Ehepaar sollte lebendig verbrennen: Zehn Jahre Haft

Ein Mann aus Duisburg übergießt einen Handwerker und dessen Ehefrau mit Brennspiritus. Ein Zufall verhindert einen Doppelmord. Jetzt ist der Täter verurteilt worden.

16.11.2020, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Amts- und Landgericht. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Das Amts- und Landgericht. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Nach einem Angriff mit Brennspiritus ist ein Mann aus Duisburg am Montag zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte soll am 12. Mai 2020 versucht haben, einen Handwerker und dessen Ehefrau lebendig zu verbrennen. Laut Urteil hatte er den 52 Jahre alten Firmeninhaber und dessen zwei Jahre jüngere Ehefrau mit Spiritus übergossen und dann versucht, das explosive Gemisch anzuzünden. Sein Feuerzeug hatte jedoch nicht funktioniert.

Hintergrund der Tat war ein Streit um eine Räumungsklage. In diesem Zusammenhang soll der 63-jährige Deutsche dem Handwerker vorgeworfen haben, bei einem Gerichtstermin über den Zeitpunkt einer Renovierung nicht die Wahrheit zu haben. Das Urteil lautet auf Mordversuch.

Der Angeklagte hatte sich am Tattag zunächst als Kunde ausgegeben, dann völlig unvermittelt zu einer Flasche Brennspiritus gegriffen, die er laut Urteil in einem Jutebeutel versteckt hatte. Die Richter am Duisburger Schwurgericht gehen davon aus, dass er sich an dem Handwerker-Ehepaar rächen wollte.

Der Angeklagte selbst hatte zwar zugegeben, damals vor Ort gewesen zu sein, das Überschütten des Ehepaares mit Brennspiritus aber als Versehen bezeichnet. Er habe auch nicht versucht, ein Feuerzeug anzuzünden. Das sahen die Richter allerdings anders.

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