Ehemaliges Gemeindezentrum in Bork: Abriss kommt noch diese Woche

dzWalter-Gerhard-Haus

Erst ließ der Abriss lange auf sich warten, nun soll es auf einmal ganz schnell gehen. Noch in dieser Woche soll das ehemalige Gemeindezentrum in Bork endgültig Geschichte sein.

Bork

, 23.06.2020, 20:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tage des ehemaligen Gemeindezentrums in Bork sind schon länger gezählt. Im Februar hatte Investor Georg Eskes noch gedacht, dass das Gebäude Ende März schon nicht mehr stehen würde.

„Wir wollen schließlich an Ostern kein schweres Gerät dort stehen haben“, hatte Eskes damals gesagt. Und dann kam Corona. Die Folge: Viele Ämter waren in dieser Zeit nur eingeschränkt erreichbar und hatten auch ihre Personalstärke reduziert und mit dem Eintrag ins Grundbuch für die Erbpacht hatte es etwas länger gedauert, wie Eskes sagt. „Seit diesem Montag ist das erledigt und wir können ruhigen Gewissens loslegen“, sagt Eskes nun.

Ab Mittwoch geht es los

Und das ist auch durchaus genauso gemeint. „Wir fangen morgen schon an“, sagt er am Dienstag. Das angeforderte Abbruchunternehmer hätte spontan einen Termin freigehabt. Das bedeutet, an diesem Mittwoch werden wahrscheinlich vorbereitende Arbeiten erfolgen, am Donnerstag oder Freitag könnte dann der finale Abbruch erfolgen. Zeitgleich fällt dann auch das ehemaligen Pfarrhaus.

Das evangelische Gemeindezentrum, das Walter-Gerhard-Haus, war 1967 eingeweiht worden. Bis Ende 2018 hatten dort noch Veranstaltungen stattgefunden, wie Konfirmanden-Unterricht oder das Kirchencafé. Die Entscheidung, sich vom Gemeindehaus zu trennen, war schon vor 15 Jahren gefallen, unter anderem, weil die Energiekosten für die Gemeinde auf Dauer nicht tragbar gewesen wären.

Barrierefreie Wohnungen und Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung

Nun sollen insgesamt 21 barrierefreie Wohnungen enstehen. Zudem soll auf dem Gelände des Pfarrhauses ein Wohnprojekt für junge, körperlich behinderte Menschen entstehen. Ursprünglich sei auf dem Gebäude mal ein Haus für acht Familien vorgesehen gewesen, so Eskes, nun soll dort aber das Wohnprojekt mit acht bis zwölf Wohnheiten aufgebaut werden. „Bork ist für uns der richtige Standort“, so Eskes. Aktuell befinde man sich dort in der Konzeptphase, bei der unter anderem der Bedarf ermittelt wird.

Und wie sieht aktuell der Zeitplan für das gesamte Bauprojekt aus? „Der Bauvertrag muss noch eingereicht werden“, so Eskes. Er hofft, die Genehmigung dann im Oktober zu haben. Idealerweise würde dann auch noch dieses Jahr alles losgehen, sagt Eskes. Aber, das sagt er einschränkend, so ganz genau könne man das ja aktuell nie wissen. Wegen Corona. „Der Kreis Gütersloh ist ja nicht so weit weg“, so der Investor aus Waltrop.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt