Eberl kann Seifert „total verstehen“: Aber keine Kritik

Borussia Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl teilt die Kritik von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert an den vielen Länderspielen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen nicht. „Ich maße mir nicht an, den Bundesliga-Spielbetrieb aufrecht zur erhalten, selbst in der Champions League anzutreten und dann Kritik an Verbänden zu äußern“, sagte Eberl am Donnerstag.

19.11.2020, 12:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Max Eberl, Sportdirektor von Mönchengladbach vor dem Spiel. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Max Eberl, Sportdirektor von Mönchengladbach vor dem Spiel. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Seifert hatte zuvor im „Kicker“ geschrieben, dass „die derzeitige Situation aus Sicht der nationalen Ligen und ihrer Klubs nicht zu akzeptieren“ ist. Seifert bezog sich auf die insgesamt acht Länderspiel-Termine in diesem Herbst, bei denen sich mehrere Spieler von Bundesliga-Clubs mit dem Coronavirus infiziert haben und anschließend für ihre Vereine ausfielen.

Eberl betonte, er könne Seiferts Aussagen „total verstehen“. Er selbst und Gladbachs Trainer Marco Rose seien selbst auch nicht glücklich über die Länderspiele in der aktuellen Zeit gewesen. „Natürlich war das ein Problem für uns alle“, meinte Eberl. „Ich bin froh, dass die Länderspielreisen jetzt erstmal vorbei sind. Hoffentlich haben wir im März eine andere Ausgangslage.“ Erst im Frühjahr 2021 stehen die nächsten Spiele für das Nationalteam an.

Eberl appellierte an die Solidarität aller im Fußball, die Krise zu meistern: „Verbände haben auch Rechte, ihre Länderspiele auszutragen. Wir müssen das gemeinschaftlich hinkriegen.“

In Alassane Plea gibt es derzeit einen positiv auf das Coronavirus getesteten Spieler bei der Borussia. Der Franzose war in den vergangenen Tagen indes nicht bei seinem Nationalteam. Alle anderen Gladbacher Nationalspieler sind laut Rose „gesund und fit“ zurückgekehrt.

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