Eberl hält Verteilerschlüssel bei TV-Geldern für gerecht

Max Eberl hält Forderungen nach einer Umverteilung der TV-Gelder in der Bundesliga für überzogen. „Solidarität im Fußball ist wichtig. Ich finde aber, dass wir einen solidarischen Verteilungsschlüssel haben“, sagte der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach am Donnerstag in einem Interview bei „Gladbach Live“. Eberl verwies auf die Unterschiede zu anderen europäischen Ligen: „Unser nationaler Schlüssel ist im Verhältnis 2:1 von ganz oben bis ganz unten. International reden wir von einem Verhältnis 10:1. Deshalb fände ich Gleichmacherei in Deutschland im Sinne des Wettbewerbs nicht gerecht.“

30.07.2020, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Max Eberl hält Forderungen nach einer Umverteilung der TV-Gelder in der Bundesliga für überzogen. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Max Eberl hält Forderungen nach einer Umverteilung der TV-Gelder in der Bundesliga für überzogen. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Auch Mönchengladbach habe es geschafft, sich in der TV-Geldrangliste nach oben zu arbeiten: „Als ich anfing, waren wir in der Fernsehgeld-Tabelle 16. oder 17., heute sind wir Fünfter. Es hat also jeder die Chance, sich da hinzuarbeiten.“

Eine Unwucht gibt es nach Einschätzung von Eberl eher bei den hohen Einnahmen in der Champions League: „Genau das ist der Punkt, über den wir uns viel mehr Gedanken machen müssen als über Bundesliga-Fernsehgelder. In der Champions League trennt sich extrem die Spreu vom Weizen. Wenn ein Klub in 19 von 20 Jahren dabei ist, kann die Konkurrenz das nicht wettmachen in der nationalen Liga.“ Eberl sieht Handlungsbedarf: „Wir haben freie Marktwirtschaft und keine Planwirtschaft. Wenn jemand einen guten Job macht, verdient er Geld. Doch die Verhältnisse haben sich schon sehr zementiert, wenn spätestens im Viertelfinale zu 90 Prozent dieselben Teams dabei sind.“

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