Düsseldorfs OB zu Großkonzert: Risiko „sehr, sehr gering“

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat das umstrittene geplante Großkonzert in der Arena der Landeshauptstadt erneut verteidigt. Gemessen am Alltag in der Großstadt - etwa in Freibädern oder im Freien in der Stadt - sei das Infektionsrisiko bei dem Konzert angesichts der getroffenen Vorkehrungen „sehr, sehr gering“, sagte Geisel am Mittwoch bei WDR5.

12.08.2020, 09:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild

Das Hygienekonzept für das am 4. September geplante Konzert sei gründlich geprüft worden. Die einschlägigen Anforderungen würden nicht nur erfüllt, sondern teilweise sogar deutlich übererfüllt. „Vor dem Hintergrund gab es keinen Anlass, die Veranstaltung zu untersagen“, sagte Geisel. Er sei als Verwaltungschef gebunden, nicht nach politischen Opportunitätsüberlegungen eines Oberbürgermeisters zu urteilen, sondern nach der Rechtslage.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Dienstag kritisiert, dass die Stadt vor der Ankündigung nicht auf das Land zugegangen sei und Geisel indirekt Profilierungsversuche vorgeworfen: Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis „ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleich war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte.“ Laschet hält das geplante Event „für kein gutes Signal“. In NRW finden am 13. September Kommunalwahl statt, bei denen auch Geisel wieder antritt.

Auf die Frage, ob es hier womöglich auch um eine persönliche Machtprobe mit dem Christdemokraten Laschet vor der Wahl gehe, sagte Geisel: „Es geht mir nicht um Schädeldicke.“

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