Düsseldorfs OB Geisel verteidigt Großkonzert: Risiko „sehr, sehr gering“

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Der Vorverkauf für das geplante Großkonzert in Düsseldorf ist bereits gestartet. Für das Event hagelt es heftige Kritik von der Landesregierung. Oberbürgermeister Geisel bezieht Stellung dazu.

Düsseldorf

12.08.2020, 11:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) verteidigt das geplante Großkonzert: Anforderungen würden übererfüllt.

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) verteidigt das geplante Großkonzert: Anforderungen würden übererfüllt. © picture alliance/dpa

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat das umstrittene geplante Großkonzert in der Arena der Landeshauptstadt erneut verteidigt. Gemessen am Alltag in der Großstadt - etwa in Freibädern oder im Freien in der Stadt - sei das Infektionsrisiko bei dem Konzert angesichts der getroffenen Vorkehrungen „sehr, sehr gering“, sagte Geisel am Mittwoch bei WDR5.

Geisel: Anforderungen für Hygienekonzept werden übererfüllt

Das Hygienekonzept für das am 4. September geplante Konzert sei gründlich geprüft worden. Die einschlägigen Anforderungen würden nicht nur erfüllt, sondern teilweise sogar deutlich übererfüllt. „Vor dem Hintergrund gab es keinen Anlass, die Veranstaltung zu untersagen“, sagte Geisel. Er sei als Verwaltungschef gebunden, nicht nach politischen Opportunitätsüberlegungen eines Oberbürgermeisters zu urteilen, sondern nach der Rechtslage.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Dienstag kritisiert, dass die Stadt vor der Ankündigung nicht auf das Land zugegangen sei und Geisel indirekt Profilierungsversuche vorgeworfen: Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis „ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte.“

Laschet hält geplantes Event „für kein gutes Signal“

Laschet hält das geplante Event „für kein gutes Signal“. In NRW finden am 13. September Kommunalwahlen statt, bei denen auch Geisel wieder antritt. Auf die Frage, ob es hier womöglich auch um eine persönliche Machtprobe mit dem Christdemokraten Laschet vor der Wahl gehe, sagte Geisel: „Es geht mir nicht um Schädeldicke.“

dpa

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