Düsseldorf: Rund 300 Teilnehmer bei Demo gegen Polizeigewalt

Zu einer Demonstration gegen Polizeigewalt in Düsseldorf sind am Samstag nach Angaben der Veranstalter rund 300 Menschen zusammengekommen. Die Polizei wollte offiziell keine Schätzung zur Teilnehmerzahl abgeben. Die Anmelder hatten mit bis zu 5000 Menschen gerechnet. Die Demo sei selbst für den Verkehr weitestgehend störungsfrei verlaufen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Behörden hatten sich auf wesentlich mehr Teilnehmer eingestellt und entsprechend viele Einsatzkräfte vor Ort.

22.08.2020, 14:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Teilnehmer versammelten sich am Landtag. Von dort war ein Protestmarsch durch die Innenstadt wieder zurück zum Parlament geplant. Als sich die Demonstration gegen 15 Uhr - eine Stunde später als geplant - in Gang setzte, skandierten die Teilnehmer unter anderem „No Justice, No Peace“ und „Keine Polizeigewalt“. Die Anmelderin der Demo, Karima Benbrahim, betonte, dass es bei dem Protest um jede Form und jeden Vorfall von Polizeigewalt gehe.

Die Demonstration bezog sich in ihrem Titel aber auch auf einen Einsatz eine Woche zuvor: Nachdem ein Jugendlicher Polizisten beleidigt und tätlich angegriffen hatte und sich gegen seine Festnahme wehrte, war der 15-Jährige von den Beamten am Boden fixiert worden. Ein Polizist drückte dabei den Kopf des Jugendlichen mit dem Knie auf den Boden. Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch. Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte am Donnerstag im Innenausschuss dargelegt, dass die Technik grundsätzlich zulässig sei.

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