Drei Tote bei Unfall auf Autobahnparkplatz im Ruhrgebiet

Drei Menschen sind nach einem Unfall an einem Autobahnparkplatz tot und mehrere Ersthelfer teils schwer verletzt. Am Morgen danach ist vieles noch unklar.

29.04.2020, 07:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen am Unfallort. Foto: Marcel Kusch/dpa

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen am Unfallort. Foto: Marcel Kusch/dpa

Zwei Autofahrer und ein Ersthelfer sind beim Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge an einem Parkplatz der Autobahn 2 im Ruhrgebiet getötet worden. Zudem seien weitere Zeugen und Ersthelfer teils schwer verletzt worden, teilte die Polizei am frühen Mittwochmorgen mit.

Ein Wagen geriet am Dienstagabend in Höhe eines Autobahnparkplatzes in Castrop-Rauxel ins Schleudern, wie es hieß. Das Auto prallte an der Parkplatz-Zufahrt in einen dort abgestellten Anhänger eines niederländischen Lastwagens. Durch die Wucht des Aufpralls sei das Auto zurückgeschleudert worden und gegen einen weiteren abgestellten Lastwagen gekracht. Das zerstörte Auto klemmte danach unter dem Anhänger. Der Fahrer starb nach Polizeiangaben noch am Unfallort.

Der Fahrer des niederländischen Lastwagens habe den Unfall gesehen und sei herbei geeilt, so die Polizei weiter. Dabei sei er von einem zweiten Auto erfasst worden, das nahezu ungebremst in die Unfallstelle raste. Auch der Lastwagenfahrer starb. Der zweite Wagen prallte, nachdem er den Ersthelfer erfasst hatte, in den am Fahrbahnrand abgestellten Anhänger. Auch der Fahrer dieses Wagens starb nach Angaben der Polizei noch am Unfallort.

Menschen, die am Unfallort Erste Hilfe leisteten, seien durch den zweiten Zusammenstoß zum Teil schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Wie viele verletzt wurden, war einem Sprecher zufolge am frühen Morgen noch nicht klar.

Warum der erste Wagen ins Schleudern geraten war und nach der Kollision noch ein zweites Auto in die Unfallstelle an dem Parkplatz raste, war demnach noch völlig offen. Die abgestellten Lastwagen blockierten die Zufahrt zu dem Autobahnparkplatz indes nicht, wie der Polizeisprecher sagte. Die Bergungsarbeiten dauerten am Morgen noch an.

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