Dortmunder Straße: Bauarbeiten werden Millionenprojekt - ein Anlieger zahlt besonders viel

Kanalsanierung

Frühestens im Herbst 2020 starten die Bauarbeiten an der Dortmunder Straße. Sowohl die Straße selbst als auch der Kanal werden erneuert. Womit das Kommunale Abgaben-Gesetz ins Spiel kommt.

Lünen

, 25.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmunder Straße: Bauarbeiten werden Millionenprojekt - ein Anlieger zahlt besonders viel

Das Lippe-Berufskolleg ist der größte „Anlieger“ der künftigen Kanal- und Straßenbaustelle. © Storks

Das Gesetz, abgekürzt KAG, regelt den Anteil der Anwohner an den Kosten einer Straßen- oder Kanalbaumaßnahme. Bisher stellt die Stadt Lünen hier 80 Prozent der Kosten in Rechnung. Stimmt die Politik einer Änderung der Gebührensatzung zu, könnten es maximal 50 Prozent werden.

So oder so: Bei Gesamtkosten von mehr als 1,3 Millionen Euro, die das Projekt Dortmunder Straße nach Angaben der Stadtverwaltung kosten wird, dürfte der Anteil der Anlieger in jedem Fall hoch sein. Wobei ein Anlieger besonders tief in die Tasche greifen muss: der Kreis Unna.

Denn der ist Träger das Lippe Berufskollegs, das direkt an die künftige Baustelle grenzt und folglich auch deutlich von der verbesserten Straßensituation profitiert. „Der Kreis Unna wird zu einem nicht unerheblichen Teil an den Kosten beteiligt sein“, bestätigt Stadtsprecher Benedikt Spangardt mit Blick auf das Millionenprojekt.

Wie hoch dieser Teil sein wird, steht noch nicht fest - da zum einen der politische Beschluss fehlt, um die Maßnahme umzusetzen. Das soll im Frühjahr 2020 nachgeholt werden. Zum anderen werden die Kosten „sich relativ sicher noch verändern, nicht zuletzt auch, weil wir die Änderungswünsche aus der Bürgerbeteiligung soweit wie möglich in die Planung einarbeiten werden“, so Spangardt.

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