Dortmund: Sportchef Zorc will 2022 „Jüngere ranlassen“

Michael Zorc wird sich nach Ablauf seines am Mittwoch bis 2022 laufenden Vertrages offenbar als Sportdirektor bei Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund zurückziehen. „Wir haben uns noch mal verständigt, den Vertag bis zum 30. Juni 22 auszudehnen. Ich freue mich sehr darüber, ich bin noch sehr motiviert, wir wollen noch was erreichen“, sagte Zorc am Donnerstag: „Dann ist aber auch irgendwann der Zeitpunkt da, dass man Jüngere ranlässt und andere Einflüsse in den Club lässt.“ Was er nach 2022 mache, „darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, sagte der 57-Jährige: „Ich habe dann ja auch ein stattliches Alter erreicht.“

25.06.2020, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Sportdirektor Michael Zorc vor einem Spiel. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

BVB-Sportdirektor Michael Zorc vor einem Spiel. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Viele hatten schon 2021 mit einem Rückzug Zorcs gerechnet, zumal in Sebastian Kehl im Vorjahr ein weiterer Ex-Kapitän als Leiter der Lizenzspielerabteilung installiert wurde und sehr geschätzt wird. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bat Zorc, auch wegen der unruhigen Zeiten der Corona-Krise aber, noch ein Jahr dranzuhängen. „Ich habe Michael Zorc vor einigen Wochen persönlich darum gebeten, ein weiteres Jahr dranzuhängen. Wir alle beim BVB sind glücklich und dankbar, dass er unserem Wunsch entsprochen hat“, hatte Watzke erklärt.

Zorc gehört seit 1978 dem Verein an, zunächst als Spieler. Seit 1998 ist er in leitender Position tätig. In dieser Zeit gewann der BVB drei deutsche Meisterschaften (2002, 2011, 2012) und den DFB-Pokal 2012 und 2017.

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