„Doppelleben“: Bildende Künstler als Musiker

Die Bundeskunsthalle in Bonn rückt Künstlerinnen und Künstler in den Fokus, die nebenher Musik machen. Dabei wird auch ausschließlich Musik „ausgestellt“: Großformatig projizierte Videos von Konzerten und Studioauftritten sollen dem Besucher das Gefühl vermitteln, live dabei zu sein. Die von Dienstag bis zum 18. Oktober laufende Ausstellung spannt einen Bogen vom frühen 20. Jahrhundert bis heute. Sie präsentiert unter anderem Nam June Paik, Yoko Ono, A. R. Penck, Hanne Darboven, Albert Oehlen und Pipilotti Rist.

23.06.2020, 08:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein besonders aktuelles Beispiel ist der Fotograf Wolfgang Tillmans. Er verfolgte bereits 1986 als damals 18-Jähriger ein Musikprojekt in Remscheid und Wuppertal. Danach konzentrierte er sich etwa 30 Jahre lang auf die Fotografie, bevor er die Musik wiederentdeckte. So nahm er ein Album als Soundtrack zu einer Ausstellung in Hamburg auf. 2017 trat er bei seiner großen Retrospektive in der Londoner Tate Modern mit seiner Band Fragile auf.

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