Dicht gedrängt: Hunderte Berliner demonstrieren für Ravekultur und kulturelle Vielfalt

Coronavirus

Seit Samstag sind in Berlin wieder Demonstrationen in jeder Größe erlaubt. Hunderte Partyfans trafen sich deshalb per Schlauchboot auf dem Landwehrkanal in Berlin, um für die Ravekultur zu demonstrieren.

Berlin

01.06.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Initiatoren des Karneval der Kulturen haben am Pfingstsonntag eine Demonstration für den Erhalt der Vielfalt der Kulturen organisiert.

Die Initiatoren des Karneval der Kulturen haben am Pfingstsonntag eine Demonstration für den Erhalt der Vielfalt der Kulturen organisiert. © picture alliance/dpa

Mit diesem Ansturm hatten die Veranstalter vermutlich selbst nicht gerechnet: Am Samstag trafen sich mehrere hundert Partyfans am Berliner Landwehrkanal, um für die Ravekultur zu demonstrieren. Was erstmal nicht wie eine Massenansammlung klingt, wurde dann auf dem Kanal aber doch sehr eng: Fotos und Videos zeigen, wie sich die vielen Schlauchboote und Kanus dicht auf dem Wasser drängen.

Dabei hatten die Veranstalter selbst zuvor noch auf ihrer Facebook-Seite an die Regeln der Demonstration erinnert. Dort hieß es unter anderem „Damit es kein Superspreader Event wird, möchten wir euch unbedingt darum bitten, Gesichtsbedeckungen mitzunehmen, Abstand zueinander zu halten und in jedem Boot maximal Mitglieder von zwei Haus- und Knutschgemeinschaften an Bord zu nehmen.“ Dass das nicht immer gelungen ist, zeigen zahlreiche Videos und Fotos in den sozialen Netzwerken.

Unterdessen zog am Pfingstsonntag auch der Karneval der Kulturen durch Berlin - allerdings in diesem Jahr in sehr kleiner Form: Der Karneval, der sonst mehrere hunderttausende auf die Straßen lockt, war dieses Mal eine Demonstration für „den Erhalt der kulturellen Vielfalt“. Die Organisatoren wollen zudem ein Zeichen für eine diverse, weltoffene und friedliche Gesellschaft setzen. 100 Teilnehmer, darunter Repräsentanten der 77 Umzugsgruppen, zogen in einer bunten Parade die traditionelle Strecke entlang.

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